Lieferkettenmanagement 2021

Nachhaltigkeit in unseren Lieferketten

Mit verantwortungsvollen Lieferketten, umweltschonender Beschaffung und vertrauensvollen Lieferantenbeziehungen wird nachhaltiges Wirtschaften zum Standard.

Ein integraler Bestandteil der Einkaufs & Supply Chain Strategie ist die kosten- und ressourcensparende Versorgung mit Materialien und Dienstleistungen. Um die Wettbewerbsfähigkeit von Körber dauerhaft sicherzustellen, ist vor allem das Thema Nachhaltigkeit von zentraler Bedeutung für unsere Beschaffung und das Lieferkettenmanagement.

Bei der Auswahl und Bewertung von Lieferanten achten wir auf unterschiedlichste Nachhaltigkeitsaspekte in den Bereichen Umweltschutz, Arbeitsschutz, soziale Standards, Compliance und vor allem auf die Einhaltung von Menschenrechten.

Die Achtung der Menschenrechte, die Gewährleistung fairer Arbeitsbedingungen, der Schutz der Umwelt und das Vorgehen gegen Korruption – all das sind Themen, die für uns als Konzern wichtig sind und die wir uns als Maßstäbe gesetzt haben. Auf dem Weg zu einem durch und durch nachhaltigen Unternehmen kommt unserem Einkauf, dem Group Procurement & Supply Chain Management des Körber-Konzerns, eine wichtige Rolle zu. Der Einkauf kann mit unseren Lieferanten gemeinsam Innovationen vorantreiben und entlang der Lieferketten für positive strukturelle, nachhaltige Veränderungen sorgen. 

Der Körber-Verhaltenskodex für Lieferanten ist ein wichtiger Vertragsbestandteil und beschreibt die Mindestanforderung an unsere Lieferanten im Hinblick auf Nachhaltigkeit. Die Akzeptanz des Körber-Verhaltenskodex für Lieferanten ist Grundvoraussetzung, um Aufträge zu erhalten.

Bei Verstößen gegen den Verhaltenskodex behalten wir es uns vor, die Geschäftsbeziehung zu beenden.

Wir fordern all unsere direkten Lieferanten auf, unsere Leitlinien und Standards zu Menschenrechten und Arbeitsbedingungen einzuhalten, sie ihren Beschäftigten zu vermitteln und in ihren vorgelagerten Lieferketten zu etablieren sowie deren Einhaltung regelmäßig zu prüfen. Im Fall von Nicht-Konformitäten oder erhöhten Risiken arbeiten wir eng mit unseren Lieferanten zusammen und erarbeiten gemeinsam Abstellungs- und Präventionsmaßnahmen. Unser Beschwerdemechanismus ermöglicht es unseren Mitarbeitern und auch externen Dritten auf mutmaßliche Menschenrechtsverstöße hinzuweisen. 


Unser jährliches Einkaufsvolumen beträgt rund 1 Milliarde Euro.
Über 10.000 Lieferanten aus mehr als 80 Ländern beliefern den Körber-Konzern.

Unser Beschaffungs­ansatz – lokal und regional

    

So haben wir Nachhaltigkeit im Lieferantenmanagement integriert

Im Rahmen der Lieferantenauswahl werden Risiken im Hinblick auf Aspekte wie Beschaffungskategorie und regionale Herkunft evaluiert, um zu bewerten, welche Nachhaltigkeitsrisiken mit einem bestimmten Beschaffungsvorhaben verbunden sind.

Eine erste Prüfung gibt dabei Auskunft über die Integrität sowie die Kreditwürdigkeit des potentiellen Lieferanten.

Abhängig vom geplanten Beschaffungsvolumen wird das Auswahlverfahren auch mithilfe unabhängiger externer Informationsquellen erweitert.

Die Plattform für alle Aktivitäten, die den Lieferanten betreffen, ist das Körber Procurement & Supply Chain Managementsystem „K.Procure“.

Ein unverzichtbarer Bestandteil des Lieferantenqualifizierungsprozesses ist die Selbstauskunft.

Diese umfasst wesentliche Informationen des Lieferanten wie allgemeine Geschäftsdaten, die Unternehmensstruktur in den Bereichen Technologie, Produktion und Entwicklung sowie über vorhandene Managementsysteme z. B. für Qualität, Umwelt, Energie, Arbeitssicherheit und Nachhaltigkeit.

Alle Lieferanten müssen sich klar zu unserem Verhaltenskodex für Lieferanten bekennen und alle darin enthaltenen Anforderungen akzeptieren.

Der Verhaltenskodex für Lieferanten beschreibt die Mindestanforderungen an soziale und ökologische Standards für unsere Lieferanten. Insbesondere erwarten wir, dass jeder Lieferant die Menschenrechte in seinem Tätigkeitsbereich und den dazugehörigen Lieferketten einhält.

Weitere Vorgaben zur Nachhaltigkeit sind auch in den Allgemeinen Einkaufsbedingungen verankert.

Ökologische, soziale und unternehmensbezogene Kriterien sind Teil der regelmäßigen Lieferantenbewertung.

Die Bewertung der Nachhaltigkeit basiert dabei auf Lieferantenselbstauskünften, Risikoanalysen und Auditergebnissen.

Unsere Lieferanten werden regelmäßig im Hinblick auf Qualität, Managementsysteme und ab 2022 explizit zum Aspekt Nachhaltigkeit auditiert. Die Auswahl und Häufigkeit der zu kontrollierenden Lieferanten erfolgen gemäß den Richtlinien des Geschäftsfeldes und der Planung des Auditprogramms.

Auf Basis der Auditierungsergebnisse und Bewertungen werden in Zusammenarbeit mit den Lieferanten Verbesserungsmaßnahmen definiert.

„CO₂-Reduktion geht nur gemeinsam mit unseren Lieferanten“

Michael Stietz, Head of Group Procurement & Supply Chain Management, über die Zusammenarbeit mit Lieferanten und welche Rolle der Einkauf für die Nachhaltigkeit bei Körber spielt. 

Michael Stietz ist Senior Vice President & Chief Procurement Officer der Körber AG. In seiner Verantwortung liegen die Leitung und Entwicklung des Konzerneinkaufs sowie die strategische Ausrichtung der Supply-Chain-Management-Funktion. Er und sein Team arbeiten mit rund 10.000 Lieferanten in 80 Ländern zusammen.

Herr Stietz, wieso ist das Thema Nachhaltigkeit so wichtig im Einkauf & Supply Chain Management?
Bei Körber wird rund 50 Prozent unserer Konzernleistung zugekauft. Damit resultiert ein Großteil der CO₂-Emissionen aus unseren Lieferketten. Wenn wir als Körber einen signifikanten Beitrag zur Reduktion leisten wollen, geht dies daher nur unter der Einbeziehung unserer Lieferanten.
 
Welche Möglichkeiten hat der Körber-Einkauf, den CO2-Fußabdruck des Konzerns zu reduzieren?
Dem Einkauf kommt bei dieser Thematik eine Schlüsselrolle zu. Es gibt verschiedene Optionen, mit denen sich die interne Reduktion des CO₂-Fußabdruckes aktiv steuern lässt und die wir gemeinsam im Team mit unseren Lieferanten angehen. Wir können etwa über Lieferanteninnovationen im Produktentstehungsprozess Einfluss auf Materialen nehmen oder über Mobilitätskonzepte unsere Lieferketten nach Nachhaltigkeitsgesichtspunkten ausrichten.  

Wie stellt sich Körber diesbezüglich auf?
Wir haben hierzu etwa unser gesamtheitliches Lieferantenmanagement und die damit einhergehenden Verfahren für die Registrierung, Qualifizierung, Auftragsvergabe sowie die Lieferanten-Auditierung angepasst. 
 
Welche Erwartungshaltung gibt es dabei konkret an die Lieferanten?
Bei uns ist das Thema Nachhaltigkeit ein erfolgskritischer Faktor, daher ist es uns wichtig, dass unsere Lieferanten dies ebenso verinnerlichen. Gemeinsam besprechen wir konkrete Maßnahmen zur CO₂-Reduktion. 

Mehr erfahren über unseren Weg
zu mehr Nachhaltigkeit:


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Wir redu­zieren unsere CO₂-Emission und den Energie­verbrauch
zur Umwelt
people
Wir sind ein fairer und attrak­tiver Arbeit­geber
zur Gesellschaft
hub
Wir haben verant­wortungs­volle Liefer­ketten
zur Unternehmensführung

Körber Nachhaltigkeitsbericht 2021

Alle Informationen auf einen Blick: Laden Sie hier den Nachhaltigkeitsbericht des Körber-Konzerns als PDF herunter.

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