DEI 2021

Vielfalt unter einer Marke

Für alle, die heute und in Zukunft mit uns arbeiten, möchten wir bei Körber die erste Wahl sein. Deshalb spiegelt sich unsere unternehmerische Vielseitigkeit auch bei unseren Mitarbeitern wider.

10.000 Mitarbeiter an über 100 Standorten

In fünf Geschäftsfeldern sind heute mehr als 10.000 Mitarbeiter an über 100 verschiedenen Standorten weltweit für den Körber-Konzern tätig. Im Laufe unseres fast 76-jährigen Bestehens kamen durch Zukäufe, Partnerschaften oder Fusionen neue Branchen, neue Länder und weitere Kulturkreise dazu. 

Bei Körber sind wir nicht nur in unserer unternehmerischen Ausrichtung und den Industrien, in denen wir aktiv sind, vielfältig: Wir bieten berufliche und persönliche Entwicklungsmöglichkeiten für diverse Nationalitäten, Altersgruppen, Geschlechter, Persönlichkeiten, Kompetenzen und Lebensmodelle. Denn die Gesellschaft, in der wir uns als Konzern bewegen, ist ebenso vielfältig, bunt und multikulturell. Das spiegelt sich auch in unserer Arbeitswelt wider. 

Wir schaffen die Voraussetzungen für eine integrative Kultur, in der Menschen effektiv zusammenarbeiten. Die Themen Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion sind wesentlicher Bestandteil unseres Personalmanagements und aller Rekrutierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen. So geht es in Führungstrainings unter anderem um die achtsame Kommunikation untereinander oder um Hilfestellungen zu wertschätzender Führung und zum Konfliktmanagement.

Wir sind die Heimat für Unternehmer: Für innovative Menschen mit Gründer-Gen. Wir setzen Erfindungen in die Tat um und begeistern unsere Kunden mit zukunftsweisenden Technologien. Doch wir sind noch mehr: Bei uns finden Menschen berufliche Entfaltungsmöglichkeiten, die kreatives, schöpferisches Denken einbringen und unternehmerisch handeln. Und zwar unabhängig von ihrer ethnischen oder sozialen Herkunft, einer körperlichen oder psychosozialen Beeinträchtigung, der religiösen Ausrichtung oder sexuellen Orientierung.

Warum funktioniert das? Weil Mitarbeiter, Führungskräfte, Kunden und Geschäftspartner wissen: Eigenverantwortliches, selbstbewusstes, zuverlässiges Handeln bedeutet auch, soziale Verantwortung zu übernehmen. Silodenken hat deshalb bei Körber keinen Platz. Auch die klassische Arbeitsstruktur hat ausgedient. Um flexibel und agil zu agieren, setzen wir immer mehr auf individuell kombinierbare Netzwerke mit unterschiedlichen Talenten. 

Wir bei Körber fördern Unternehmertum und das Potenzial unserer Mitarbeiter. Darum zählen wir auf Menschen, die neugierig bleiben und lebenslanges Lernen als selbstverständlich erachten. Als Unternehmen wollen wir diese Talente für uns begeistern und sie an uns binden. Unser Ziel: Körber als fairen und attraktiven Arbeitgeber weiter bekannt zu machen. Wir handeln nach den Grundsätzen von Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion. Bei uns wird jeder Mitarbeiter gehört und kann sich einbringen. 

All diese Grundsätze haben wir auch in unseren Führungsprinzipien für den Körber-Konzern verankert. Sie sind eine wesentliche Grundlage für verantwortungs- und vertrauensvolles, vielfältiges Miteinander.

Auf dem Weg zum attraktive(re)n Arbeitgeber

Um die besten Talente anzuziehen und zu halten, wollen wir bei Körber transparent, flexibel und inklusiv agieren. Dabei handeln wir unternehmerisch und sozial verantwortlich. Mit diesen und vielen weiteren Maßnahmen verfolgen wir unser Ziel, potenzielle künftige Mitarbeiter zu gewinnen und bestehende Mitarbeiter zu halten. 

Wir bei Körber nehmen die ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen an und haben schon vor vielen Jahren mit unserer Transformation begonnen. Wenn sich ein Unternehmen wandelt, verändert sich automatisch der Anspruch an die Führung der Mitarbeiter. Unsere Führungsprinzipien haben wir so zusammengefasst:

>> Wir sind Unternehmer.
>> Wir erzielen Ergebnisse.
>> Wir handeln vertrauensvoll.
>> Wir befähigen und bestärken.
>> Wir fördern Vielfalt. 

Der erste globale 24h Körber Career Day bot potenziellen Bewerbern die Möglichkeit, sich weltweit über Karrieremöglichkeiten in unserem Konzern zu informieren. Während der 24 Stunden stattfindenden Karriereveranstaltung haben Mitarbeiter unterschiedlicher Kulturkreise aus vier Zeitzonen sich und ihre vielfältigen Aufgaben vorgestellt. Sie gewährten online Einblicke in unsere Geschäftsfelder – von nahezu allen Standorten –, berichteten von ihren Erfahrungen und beantworteten in virtuellen Gesprächsrunden Fragen der Teilnehmer. Auszubildende, Studierende und Berufserfahrene konnten sich mit Führungskräften, HR-Verantwortlichen und Recruitern über einzelne Fachbereiche zudem persönlich austauschen. Der öffentliche, virtuelle 24h Körber Career Day begeisterte Berufsanfänger, erfahrene Fachkräfte und Quereinsteiger.

In unserem ersten Mentoring-Pilotprogramm bieten wir unseren Mitarbeitern an, ein Jahr lang von den Erfahrungen und der unterschiedlichen Perspektive eines Kollegen zu profitieren. Bei der Zusammenstellung der Zweierteams haben wir darauf geachtet, dass Mentoren und Mentees möglichst wenig Gemeinsamkeiten haben – denn nach unserer Auffassung fördert genau dies eine interdisziplinäre und vielfältige Zusammenarbeit über noch bestehende oder empfundene Hierarchien, Funktionen oder Geografien hinweg. Außerdem war uns ein ausgewogenes Verhältnis zwischen weiblichen und männlichen Teilnehmern wichtig. Basis des Mentoring-Programms sind regelmäßige Treffen der Zweierteams sowie wiederkehrende gemeinsame Trainingseinheiten aller Programmteilnehmer.

Zum Start der konzernweiten Initiative zu Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion bei Körber gründeten sich vier Arbeitsgruppen mit unterschiedlichen Schwerpunkten. In der Gruppe „Gender“ geht es darum, Menschen jeden Geschlechts und jeder geschlechtlichen Identität zu fördern sowie ihre Gleichstellung im privaten und beruflichen Umfeld aktiv einzufordern. Die Gruppe „LGBTQIA+“ arbeitet darüber hinaus daran, dass Menschen ihre Lebensweise offen ausleben können. Die Gruppe „Inklusion“ beschäftigt sich mit der Anerkennung und Selbstbestimmung für Menschen mit körperlicher oder psychosozialer Beeinträchtigung sowie für Menschen mit Lernschwierigkeiten. Die Gruppe „Kultur, Nationalität, Hautfarbe, Ethnie“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, Vorteile und Potenziale kultureller Vielfalt stärker im Arbeitsalltag erlebbar zu machen und den Austausch dazu im Konzern zu fördern.  

Auch an unserem Körber-Campus in Pécs in Ungarn arbeiten wir aktiv daran, mehr Frauen für IT- und Ingenieurberufe zu begeistern. Wir sind Sponsor und einer der Organisatoren einer landesweiten offiziellen TechGirls-Roadshow. Ziel: Mädchen der Sekundarstufe für Berufe in den Bereichen Technik, Mathematik und Naturwissenschaften zu interessieren. Am Campus in Pécs sind von 39 IT-Mitarbeitern derzeit neun Frauen. Der weibliche Anteil der gesamten Belegschaft an unserem ungarischen Standort liegt aktuell bei rund zehn Prozent.   

Nachgefragt: Das sagen unsere Mitarbeiter über das Arbeiten bei Körber

Wir setzen auf Vielfalt! Auf Menschen, die gemeinsam etwas erreichen wollen. Und die das offene und vertrauensvolle Miteinander bei Körber schätzen. 

Im Rahmen unserer LinkedIn-Initiative Career Pioneers berichten zahlreiche Mitarbeiter aus dem Konzern darüber, was das Arbeiten bei Körber für sie so besonders macht.

Einige dieser Career Pioneers haben wir noch einmal vor die Kamera gebeten, um hier über ihre Eindrücke und Erfahrungen zu berichten. 


13
Zweierteams tauschen sich beim Mentoring-Programm über ihre Perspektiven und Erfahrungen aus
40
Prozent mehr Bewerbungen gab es unmittelbar in Folge unseres ersten weltweiten 24h Körber Career Days
14
Prozent¹ betrug der Anteil weiblicher Beschäftigter in Führungs­positionen im Jahr 2021

¹ Ohne Leiharbeitnehmer sowie unter Berücksichtigung von 30 Unternehmen, die an Success Factors angebunden sind und ca. 62,9 % unserer Mitarbeiter repräsentieren 

„Hierarchische Denkweisen lösen sich bei uns seit Langem mehr und mehr auf“

Gabriele Fanta, Head of Group Human Resources, über Führung und Vielfalt, das Werben um mehr weibliche Talente und den Kampf gegen Schubladendenken in Bewerbungsgesprächen.

Gabriele Fanta leitet seit Dezember 2020 den Personalbereich des internationalen Technologiekonzerns. Sie betreut weltweit die Personalthemen bei Körber, so auch das Recruiting, die Personalentwicklung und das Employer Branding.

Frau Fanta, Körber will ein fairer und attraktiver Arbeitgeber sein. Was tun Sie dafür? 
Als Arbeitgebermarke sind wir noch recht jung. Vor etwa zwei Jahren haben wir damit begonnen, unsere zahlreichen Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen unter der gemeinsamen Marke „Körber“ zu vereinen. Ab September wird auch das Geschäftsfeld Tabak vollständig unter der Marke Körber geführt. Derzeit tritt es noch unter dem Namen „Hauni“ am Markt auf. Als „Körber” können wir besser nach außen zeigen, wer wir sind und für was wir stehen.

Wie gehen Sie das an?
Ein wichtiger Aufschlag war unser erster weltweiter 24-stündiger, virtueller Körber Career Day im vergangenen Jahr. Wir haben frühmorgens in Asien begonnen und sind mit der Sonne einmal quer rund um den Globus gewandert, um am frühen Morgen wieder in Europa zu enden. Interessierte Bewerber konnten unser Online-Programm rund um die Uhr verfolgen und den Körber-Konzern in all seinen Facetten kennenlernen. 200 Kollegen waren weltweit beteiligt, egal ob im Hintergrund bei der Vorbereitung oder aktiv vor der Kamera, um sich selbst, ihre Jobs und Standorte mit virtuellen Rundgängen und Videos vorzustellen. Das zeigte sehr gut, wie vielfältig die Menschen sind, die mit uns im Unternehmen arbeiten. 

Wie kam das Format an?
Fantastisch! Von den Teilnehmern und auch unseren Kollegen, die mitgemacht haben, gab es durchweg positive Rückmeldungen. Die Zahl der Bewerbungen ist unmittelbar nach der Veranstaltung um rund 40 Prozent gestiegen. 

Für Bewerber, aber auch für langjährige Mitarbeiter sind Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion, kurz DEI, zentrale Themen im Berufsumfeld. Wie ist Körber hier aufgestellt? 
Vielfalt lässt sich nicht verordnen, sie muss im Unternehmen entstehen. Bei Körber haben wir dafür beste Voraussetzungen: Wir sind international stetig gewachsen und vereinen als global agierender Konzern zahlreiche Nationalitäten und ethnische Gruppen im Unternehmen. Es ist für uns ganz normal, ein multikultureller Konzern zu sein und unsere Unterschiede zu achten. Auch altersmäßig sind alle berufstätigen Generationen bei uns dabei. 

Wie sieht es in den Bereichen Geschlechtsidentität und sexuelle Orientierung aus?
Beides spielt weder bei Einstellung noch bei der Entwicklung eine Rolle. Das heißt: Wir wollen niemandem einen Stempel aufdrücken, weder den Stempel Frau oder Führungskraft, Mitarbeiter mit Migrationshintergrund oder homosexuelle Mitarbeiterin. Deshalb erhalten unsere Recruiter ein „Unconscious Bias-Training“: Darin lernen sie, ihre eigene Wahrnehmung zu hinterfragen und Schubladendenken in Bewerbungsgesprächen zu vermeiden. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden für das anerkannt, was sie leisten und wofür sie stehen. Das ist unser Grundsatz. Äußerliche oder persönliche Merkmale spielen in unserem Arbeitsumfeld keine Rolle.

Wo steht Körber in Sachen Inklusion? 
Bei Inklusion geht es um die Integration von Menschen mit psychischer oder physischer Beeinträchtigung in den Arbeitsalltag. Und da sind wir auf einem guten Weg. Wir arbeiten hier künftig enger mit der Bundesagentur für Arbeit zusammen. Dabei ist es zunächst wichtig herauszufinden, ob es bei uns Menschen gibt, die eine Behinderung haben – sich aber nicht trauen, das öffentlich zu machen. Denn nicht immer handelt es sich um eine erkennbare „Disability“ wie etwa bei unseren gehörlosen Auszubildenden. Viele Menschen haben psychische Behinderungen oder körperliche Beeinträchtigungen, die man eben nicht so offensichtlich vor Augen hat. Diese wollen wir natürlich ebenso bestmöglich integrieren. Zusammen mit der Bundesagentur für Arbeit wollen wir herausfinden, welche Stellen und Profile wir bei Körber in dieser Hinsicht anbieten können. 

Was macht Körber als Arbeitgeber besonders?
Wir pflegen einen offenen Umgang miteinander. Kein Vorgesetzter, kein Vorstandsmitglied versteckt sich hinter abgesperrten Bereichen, oder gar in separaten Stockwerken. Alle Mitarbeiter können jederzeit in den Dialog mit den Führungskräften und Vorständen treten. Die Kontaktdaten sind für alle einsehbar, jeder ist direkt über zahlreiche Kanäle erreichbar. Das wird auch intensiv genutzt. Im täglichen Miteinander haben sich hierarchischen Kommunikationsstrukturen bei uns schon lange aufgelöst. 

Und wo gibt es noch etwas zu tun?
Eines unserer großen Ziele ist die Steigerung des Anteils der weiblichen Führungskräfte.
Momentan liegt dieser bei 14,3 Prozent. Wenn man bedenkt, dass Frauen bei uns insgesamt 19,7 Prozent der Beschäftigten ausmachen, ist das schon nicht schlecht. Es ist und bleibt jedoch ein bewegliches Ziel, weil nicht jede Mitarbeiterin eine Führungskraft sein möchte. Das hat mit Erfahrung, einer gewissen Reife zu tun und nicht zuletzt mit dem Stundenkontingent. Ein größeres Team in Teilzeit zu führen, kann schwierig sein. Natürlich experimentieren wir auch in solchen Bereichen mit Jobsharing. Wenn es bei uns eine positive Auswirkung der Coronapandemie gibt, dann die, dass einige unserer weiblichen Angestellten in Teilzeit ihre Stunden erhöht haben, weil im Homeoffice das Pendeln wegfällt. Und wir alle haben Führung remote nun auch gelernt – das können große Chancen für weibliche wie auch männliche Talente sein, die sich intensiv um Familiäres kümmern wollen oder müssen.

Woran liegt das und wie wollen Sie das ändern?
Im Maschinen- und Anlagenbau sowie in Digital- und Technologieunternehmen – ist die Zahl weiblicher Beschäftigter per se leider viel geringer als in anderen Industriezweigen. Ändern ließe sich das, indem sich viel mehr Frauen in technischen und digitalen Berufen ausbilden lassen. Und dass sich diejenigen, die das getan haben, bei uns bewerben. Dafür werbe ich, wo auch immer ich kann – #weibliche Talente willkommen. Und vielleicht bieten gerade technischere Unternehmen ein Umfeld mit mehr Chancen, weil es eben weniger Frauen gibt.

Wobei sich Vielfalt ja nicht auf weibliche oder männliche Kollegen beschränkt …
Absolut richtig, ich begreife – und das gilt auch für Körber in Gänze – Vielfalt in der Tat umfassend. Das fängt bei ethnischer Herkunft an und reicht bis zu individuell und flexibel gestaltbaren Arbeitsweisen und -zeiten, wo es möglich ist. Uns ist es wichtig, gemischte Teams erfolgreich zu führen, analog wie auch virtuell. Es geht im Kern darum, effizient sehr gute Ergebnisse zu erzielen, unabhängig davon, woher die Mitarbeiter kommen, wie alt sie sind, wen sie lieben oder an welchem Ort sie tätig sind. Da sind wir in allen unseren Geschäftsfeldern auf einem guten Weg. Wir sind mitten in einer umfassenden Transformation und die ist noch lange nicht zu Ende. 

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Körber Nachhaltigkeitsbericht 2021

Alle Informationen auf einen Blick: Laden Sie hier den Nachhaltigkeitsbericht des Körber-Konzerns als PDF herunter.

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