Tissue

Wenn Papier digital wird

Mit Hochdruck arbeitet das Körber-Geschäftsfeld Tissue an den Themen Industrie 4.0 und Smart Factory. Ein Beispiel dafür ist ein digitales Monitoringsystem für die Tissue-Branche, das die Effizienz erheblich steigern wird. Es hilft Anwendern dabei, besser auf ihren Märkten zu bestehen.

Mit „Tissue Data“ in die Zukunft: Luca Frasnetti, CTO & COO, Körber-Geschäftsfeld Tissue.

Körber hat ein ehrgeiziges Ziel: Der Konzern möchte eine neue Kultur in der Tissue-Industrie etablieren. Und damit seine Kunden wie etwa Hersteller von Toilettenpapier und Papier-Handtüchern auf ihrem Weg in die digitale Zukunft unterstützen. „Industrie 4.0 und Digitalisierung stehen noch nicht bei allen Unternehmen unserer Branche ganz oben auf der Agenda“, erklärt Luca Frasnetti, Chief Technology Officer und Chief Operations Officer (CTO & COO). „Deshalb wollen wir vorangehen und mit den Möglichkeiten der Digitalisierung innovative Lösungen entwickeln, die unsere Kunden für die enormen Potenziale der neuen Technologien begeistern.“

lWir wollen mit den Möglichkeiten der Digitalisierung innovative Lösungen entwickeln, die unsere Kunden für die enormen Potentiale der neuen Technologien begeistern.r

Luca Frasnetti, CTO & COO im Körber-Geschäftsfeld Tissue

Tomorrow Lab: Ein digitales Ökosystem für die Tissue-Industrie

Die Tissue-Spezialisten von Körber arbeiten eng mit dem Körber-Geschäftsfeld Digital zusammen. In zahlreichen Projekten loten beide Seiten das Potential der neuen digitalen Techniken aus. Eine Schlüsselrolle spielt hierbei auch das vor kurzem eingerichtete Körber Lab. Dieser offene Innovationshub steht nicht nur den Mitarbeitern zur Verfügung, sondern begreift sich als digitales Ökosystem für die gesamte Tissue-Industrie der Region. Design Thinking und agile Methoden – das Körber Lab arbeitet vor allem kooperativ. Es koordiniert die Zusammenarbeit und den Austausch mit Start-ups, Universitäten, Zulieferern und unterschiedlichen Institutionen. Dazu gehören auch die Kompetenzcenter für Industrie 4.0, die von der italienischen Regierung ins Leben gerufen wurden. 

Smarte Maschinen, smarte Software, smarte Services

Das Körber-Geschäftsfeld Tissue mit Hauptsitz im italienischen Lucca verfolgt in all seinen digitalen Aktivitäten konsequent eine Vision: ein Netzwerk miteinander verbundener Fabriken, in denen die Kunden mit intelligenter Hard- und Software eine vernetzte Produktion realisieren – perfekt ebenso in Sachen Qualität wie bei betriebswirtschaftlichen Kennzahlen. Um dieses Ideal der Industrie 4.0 zügig Realität werden zu lassen, treibt unter anderem Körber seine Anstrengungen massiv voran. Das damit verbundene Konzept Digital Tissue™ besteht aus drei eng miteinander verzahnten Bereichen (smarte Maschinen, smarte Softwareapplikationen und smarte Services), die im Zusammenspiel das Fundament für den Aufbau einer intelligenten Fabrik (Smart Factory) bilden.

lDie Daten, die in einer vollständig vernetzten Umgebung fabrikübergreifend gewonnen und ausgewertet werden, sind ein unermesslich wertvoller Schatz.r

Luca Frasnetti, CTO & COO im Körber-Geschäftsfeld Tissue

Design Thinking, agile Methoden – im „Tomorrow Lab“ setzen die Mitarbeiter auf einen stark kooperativen Arbeitsstil.

Tissue Data: Ein innovatives Monitoringsystem

Die Basis des digitalen Dreiklangs bildet die Gewinnung großer Datenmengen zu jedem Zeitpunkt der laufenden Produktion. Welche Möglichkeiten „Big Data“ eröffnen, wenn daraus „Smart Data“ werden, zeigt die Softwareapplikation Tissue Data: Das innovative Monitoringsystem erlaubt die Speicherung, Analyse und Weitergabe einer Fülle von Maschinendaten aus dem Produktionsprozess aller modernen Verarbeitungs- und Verpackungsmaschinen in der Tissue-Branche.

Kunden können diese Informationen nutzen, um die Effizienz ihrer Anlagen weiter zu erhöhen. Den Kundentechnikern steht dafür ein mobiles Endgerät zur Verfügung, mit dem sie über einen Touchscreen-Monitor alle Informationen zu einem ungeplanten Maschinenstillstand schnell und unkompliziert einsehen können – ob stationär im Büro oder direkt in der Fertigung. „Wenn eine Maschine plötzlich stoppt, kann der Techniker die Ursache umgehend identifizieren und dauerhaft abstellen, einfach anhand der gesicherten und von unserer Software zur Analyse aufbereiteten Daten. Das schiebt ungeplanten Produktionsunterbrechungen einen Riegel vor“, sagt Frasnetti.

Detaillierter Überblick über die gesamte Produktionslinie

Mehr noch, Tissue Data versetzt Kunden auch in die Lage, einen detaillierten Gesamtüberblick über Ausfallzeiten, Produktionsgeschwindigkeit oder Ausschuss zu erhalten. Damit haben Tissue-Unternehmen erstmals ein Instrument an der Hand, das die wichtigsten Kennzahlen einer Produktionslinie in großem Umfang transparent macht. Und es ermöglicht ihnen, die geplante Produktion mit den tatsächlichen Ergebnissen zu vergleichen und die Ursachen für etwaige Abweichungen zu erkennen. Tissue Data schafft also die besten Voraussetzungen, um Produktionsprozesse noch besser aufeinander abzustimmen, einzelne Produktionsschritte weiter zu optimieren und damit die Effektivität der gesamten Anlage nachhaltig zu erhöhen.

Sein volles Potenzial, sagt Frasnetti, entfalte Tissue Data allerdings erst, wenn die Vision der Industrie 4.0 wahr geworden ist: „Die Daten, die in einer vollständig vernetzten Umgebung fabrikübergreifend gewonnen und ausgewertet werden, sind ein unermesslich wertvoller Schatz. Ihre Nutzung kann die Produktion bei unseren Kunden in eine völlig neue Dimension katapultieren“, erklärt Frasnetti. Dabei unterstützen alle Unternehmen des Geschäftsfelds ihre Kunden – mit ihnen gemeinsam wollen die Experten alles tun, um die Idee der „Smart Factory“ Wirklichkeit werden zu lassen.

www.koerber-tissue.com

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