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Supply Chain

Wir gestalten die Supply Chain der Zukunft

Das Warehouse-Management steht vor gewaltigen Umbrüchen. Im Körber-Geschäftsfeld Supply Chain stellen wir uns den Herausforderungen. Neue Technologien und agile Formen der Zusammenarbeit sind wichtige Bausteine, um die Komplexität der Supply Chain zu beherrschen.

von Dirk Hejnal, CEO Körber-Geschäftsfeld Supply Chain

  • Roboter haben eine Schlüsselrolle in der Supply Chain und verändern den Aufbau von Lagerhäusern grundlegend – zugunsten höherer Flexibilität und Produktivität.
  • Verbraucher erwarten Warenlieferungen zunehmend am Tag der Bestellung – und dies erfordert ein Neudenken von Hardware- und Software-Lösungen.
  • Mehr denn je ist bei der Entwicklung neuer Lösungen eine enge Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern der Erfolgsfaktor Nummer eins: Agilität wird zum klaren Wettbewerbsvorteil.

Wie stellen wir uns die Zukunft vor? In fast jeder Branche löst diese Frage dieselben Assoziationen aus. Wir denken an neue Technologien; an Digitalisierung in zig Lebensbereichen und Erleichterungen im Alltag. Und im nächsten Schritt an Automatisierung, Roboter, künstliche Intelligenz und völlige Transparenz entlang von Lieferketten. Wir wollen aber auch sicherstellen, dass unsere technischen Innovationen schnellstmöglich einen echten Mehrwert bringen. Wie unterscheiden wir dabei zwischen Neuerungen, die sich bewähren – und solchen, die nur kurz aufblitzen und dann wieder verschwinden? Im Körber-Geschäftsfeld Supply Chain treiben und analysieren wir Innovationen deshalb mit einem klaren Fokus: Wenn es darum geht, wie und warum diese eingesetzt werden, denken wir vor allem an Menschen: an unsere Mitarbeiter, Kunden und Partner.

Im Lager eines Körber-Kunden legt eine Mitarbeiterin Waren in einen Korb, den ein autonom fahrender Roboter anschließend weiter transportiert.

Mobile Roboter spielen dabei eine Schlüsselrolle. Unser Geschäftsbereich Software setzt bereits eine neue Generation von mobilen Robotern ein: Sie fahren autonom, unabhängig von Schienen oder Magnetspuren. Durch ihre Flexibilität passen sie sich einfach und individuell an ihre Umgebung an. Der entscheidende Vorteil: Sie bewegen sich so, wie es am besten zu den spezifischen Prozessen und unterschiedlichen Lagerhäusern passt – und das ohne aufwendige Programmierung jedes einzelnen Roboters.

Roboter nehmen Mitarbeitern körperliche Belastungen ab

Der entscheidende Treiber beim Einsatz solcher Innovationen ist nicht der Wunsch, Personal einzusparen. Im Gegenteil: Die Logistik leidet unter Personalmangel, Stellen für Lagermitarbeiter sind schwer zu besetzen. Die Roboter transportieren vor allem Waren und Paletten von einem Ort zum anderen. Sie nehmen Mitarbeitern körperliche Belastungen ab und sparen Zeit, weil viel Hin- und Herlaufen entfällt. Aber sie werden auch den Aufbau von Lagerhäusern grundlegend verändern. Schritt für Schritt werden mobile Roboter auch dort zum Einsatz kommen, wo wir heute noch klassische Fördertechnik einsetzen.

Eine vom Start-up Doks entwickelte Drohne wurde in einem Lager eines Körber-Kunden eingesetzt, um dort den Warenbestand zu erfassen.

In einem ersten Schritt prüft unser Geschäftsbereich Automation beispielsweise, wie mobile Roboter in bestehenden Palettierzellen eingesetzt werden können, um gewisse Fördertechnik-Komponenten zu ersetzen. So können wir den Kunden wesentlich flexiblere und platzsparende Lösungen anbieten. Und wir bauen unsere Expertise aus, wie mobile Roboter in komplexen Automatisierungslösungen eingesetzt werden können, ohne ihnen feste Routen vorgeben zu müssen. Ferner evaluieren wir auch gänzlich neue Lösungen: Neueste Entwicklungen beispielsweise im Bereich der Greif- und Kameratechnik, aber auch maschinelles Lernen eröffnen völlig neue Möglichkeiten, den „Griff in die Kiste“ zu automatisieren. Ein Megatrend, der neben technologischen Neuerungen das Warehouse-Management sowie die Steuerung gesamter Lieferketten prägen wird, ist das Wachstum der Metropolen. Immer mehr Menschen wohnen in Ballungszentren, der Verkehr steht vielerorts vor dem Kollaps. Um Verbraucher dennoch zuverlässig beliefern zu können, sind Micro-Fulfillment-Lösungen notwendig: Die Waren müssen möglichst nahe am Kunden gelagert werden. Neben Mikro-Lagerhäusern, die beispielsweise Einzelhandelsflächen nutzen könnten, ist vor allem der Aufbau eines gesamten Fulfillment-Netzwerks, also die Verknüpfung zahlreicher Lagerstandorte sowie die effiziente und vorausschauende softwarebasierte Steuerung, von zentraler Bedeutung. Auch hier denken wir bei Körber Supply Chain bereits über erste Projekte nach.

lIn der Zukunft des Warehouse-Managements gehen neue Technologien und neue Formen der Zusammenarbeit Hand in Hand.r

Dirk Hejnal, CEO Körber Supply Chain

Heute schon wissen, was morgen bestellt wird

Bei all diesen Entwicklungen stehen Daten – und der Zugriff auf sie – im Mittelpunkt. Wir lernen dabei, Daten so zu verknüpfen, dass unsere Kunden zum Beispiel heute schon wissen, wie viele Smartphones morgen in Madrid oder Barcelona bestellt werden. Bei alledem stellt Körber eines in den Vordergrund: unser Verständnis von Ethik und Datensicherheit. Der Schutz von Persönlichkeitsrechten liegt uns am Herzen, deshalb zielen wir nur auf die Auswertung und Analyse von nicht-personifizierten Daten ab.

Eines ist klar: Immer häufiger meistern wir die Herausforderungen gemeinsam mit Partnern. Deshalb verändern wir unsere Arbeitsweise: Neben traditionellen, eher langfristig orientierten Entwicklungsprojekten setzen wir mit Kunden und Partnern immer öfter kurze Testphasen auf und entwickeln gemeinsam neue Lösungen. Wie etwa bei einem Drohnen-Projekt, einer Kooperation zwischen einem unserer Kunden, Körber Supply Chain und dem Start-up, das die Drohnen entwickelt, die dabei helfen, Lagerbestände sehr viel effizienter zu erfassen. 

Dieses Beispiel zeigt: In der Zukunft des Warehouse-Managements gehen neue Technologien und neue Formen der Zusammenarbeit Hand in Hand.

Zur Person

Dirk Hejnal ist seit 2019 CEO des Körber-Geschäftsfelds Supply Chain. Zuvor verantwortete der studierte Betriebswirt unter anderem als CEO die Division Landtechnik und die Division Food Solutions der GEA Group, einem Spezialisten für Prozesstechnik und Anlagenbau. Hejnal war Mitgründer eines 3-D-Start-ups, das zur AGOR-Gruppe gehört, Mitglied der Geschäftsleitung der Capri-Sun-Gruppe und Geschäftsführer von INDAG Pouch Partners, einem Hersteller von Getränkeverarbeitungs- und Füllmaschinen.

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