Adrian Chang, Körber Standort: Singapur
Anfang 2004 habe ich bei Körber in Singapur angefangen.
Damals hatte das Servicegeschäft noch nicht denselben strategischen Stellenwert, den es heute hat. Das änderte sich um das Jahr 2005, als das Unternehmen beschloss, eine dedizierte Position für den asiatischen Raum zu schaffen.
Kurze Zeit später wurde mir die Rolle angeboten.
Zu diesem Zeitpunkt war ich Sales Manager für Maschinen.
Eine Aufgabe, die mir Freude machte und bei der ich unmittelbar zum Auftragseingang beitragen konnte.
Gleichzeitig war mir klar, dass der Handlungsspielraum begrenzt war.
Der Maschinenverkauf öffnet die Tür zum Kunden.
Services, Ersatzteile, Umrüstungen, die rechtzeitige Erneuerung von Komponenten und technischer Support sorgen dafür, dass die Kundenbeziehung weit über die Installation der Maschine hinaus fortbesteht.
Dennoch fiel mir die Entscheidung nicht leicht.
Der Wechsel ins Servicegeschäft bedeutete den Schritt in eine größere und komplexere Welt:
Ersatzteile, Wartungsverträge, schnelle Reaktionszeiten.
Ingenieure im Außendienst zu führen, ist keine leichte Aufgabe.
Denn jede Kundensituation ist einzigartig. Das erfordert Flexibilität.
Trotz dieser Herausforderungen merkte ich schnell, wie sehr mich meine neue Rolle erfüllte.
Ingenieure zu unterstützen, ihre Arbeit zu ermöglichen, ihnen den Rücken freizuhalten.
Bedingungen zu schaffen, damit wir unseren Kunden schnellstmöglich die besten Lösungen liefern können – und ihnen die Sicherheit zu geben, dass unsere Maschinen Tag für Tag zuverlässig laufen.
2006 bestand unser Team aus acht Mitarbeitern.
Inzwischen sind es über 50 in der gesamten Region.
Wir investierten gezielt in lokale Präsenz und brachten Ingenieure näher zu unseren Kunden. Diese Weitsicht erwies sich als entscheidend – insbesondere während der Corona-Pandemie, als Reisen kaum noch möglich waren.
Gleichzeitig bauten wir unsere Vertriebsressourcen für Services in Indonesien aus und stärkten unsere technischen sowie administrativen Kompetenzen. Dadurch wurden wir schneller und flexibler in dieser für uns wichtigen Region.
Eine Frage begleitete uns dabei immer wieder:
Wollen wir stehen bleiben – oder den Markt aktiv weiterentwickeln?
Für mich war die Antwort klar: Die Herausforderung annehmen und etwas aufbauen, das bleibt und sich immer wieder erneuern kann.