Was braucht es, um Kunden auf verschiedenen Kontinenten zu erreichen – ohne ein bestehendes globales Produktionsnetzwerk? In den 1950er-Jahren fand Körber am Himmel eine ambitionierte Antwort auf die Frage.
Schon in den frühen Jahren von Körber galt: Zeit ist Geld. Vor allem bei der Auslieferung.
Denn wenn Kunden auf ihre Maschinen warten müssen, schadet das dem Vertrauen.
Als die Nachfrage nach Filterzigarettenmaschinen in den 1950er-Jahren stark anstieg, stand das Unternehmen vor einer Herausforderung:
Ein globales Produktionsnetzwerk gab es noch nicht. *Die Kunden waren jedoch bereits über mehrere Kontinente verteilt. Um die Maschinen schnell an ihren Ort der Bestimmung zu bringen, brauchte es eine Lösung:
Flugzeuge.
Nicht eines oder zwei. Sondern Dutzende.
Allein im Jahr 1954 wurden mehr als 30 Super-Constellation-Flugzeuge gechartert – damals einige der größten Frachtmaschinen ihrer Zeit –, um Körber-Maschinen über Kontinente hinweg zu transportieren.
Was als logistische Herausforderung begann, entwickelte sich zu einem starken Signal. An die Kunden – und an den Markt.
Die Flüge verkürzten nicht nur die Lieferzeiten. Sie machten das Unternehmen auch weltweit sichtbar.
Bereits 1956 hob das 100. Flugzeug mit Körber-Maschinen an Bord ab.
Innerhalb nur weniger Jahre hatte sich aus einer kleinen Kellerwerkstatt im Hamburger Stadtteil Bergedorf ein Unternehmen entwickelt, das einen globalen Markt bediente.
Ein Teil dieses Erfolgs nahm bereits in diesem frühen Kapitel seinen Anfang.
Weitere Stories über Körber und die Menschen hinter dem Wachstum