Eine hochgradig automatisierte Sortierung ist die Voraussetzung für einen effizienten, schnellen und wirtschaftlichen Versand, andernfalls drohen Verzögerungen, Zuschläge und Fehler. Allerdings fallen in jedem Briefzentrum Sendungen an, die zum Beispiel aufgrund ihrer physischen Eigenschaften, der Schrift oder der Typografie nicht maschinenlesbar sind. Eine gewisse Menge an manuellen Tätigkeiten in der Resthandsortierung ist daher unvermeidlich. Aber eben nur diese.
Die echten „nicht maschinenlesbaren“ Fälle sind nur ein sehr kleiner Teil, annähernd 100% dieser Sendungen können mit der richtigen Technologie wieder in den automatisierten Prozess zurückgeführt werden. Unnötige Kosten für vermeidbare manuelle Tätigkeiten und personelle Engpässe in der Sortierung können so vermieden, die Durchlaufzeiten verkürzt und Fehlsortierungen ausgeschlossen werden.
Für die Deutsche Post implementierte Körber Digitalisierungs-Arbeitsplätze mit dem Produktnamen Address Digitalization Station (ADS), an denen genau diese Sendungen mit Software-Unterstützung erneut gelesen und die Adressangaben für die weitere automatisierte Verarbeitung digitalisiert werden können. Jedes der Systeme verfügt über eine fest installierte Kamera und einen optional zu benutzenden Handscanner, mit denen das Adressfeld ausgelesen wird, sowie einen integrierten Etikettendrucker.
Das Körber-eigene, KI-unterstützte, automatische Adress-Lese-System ARTread erfasst in hoher Geschwindigkeit und Präzision sowohl maschinen-, als auch handgeschriebene Adressen. Briefmarken, Aufkleber oder sonstige Störeinflüsse werden ausgefiltert, uneindeutige Angaben werden interpretiert bzw. ergänzt und dem Bediener als komplette Adressätze auf dem intuitiv bedienbaren Touchscreen vorgeschlagen.