Zoltán Till: Karrieren entstehen nicht im Alleingang

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Von Pécs nach Hamburg: Als Zoltán sein Heimatland Ungarn verlässt, ist unklar, wohin ihn diese Entscheidung führen wird. Was ihn antreibt: die Bereitschaft, Neues zu lernen und Verantwortung zu übernehmen.

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80 Jahre Körber

Zoltán Till, Körber Standort: Pécs, Ungarn.


Ich war ein junger Maschinenbauingenieur, beschäftigt mit der Konstruktion von Anlagen.
Dann boten mir mein damaliger Vorgesetzter, Wilfried Martin, und mein Gruppenleiter, Tamás Gerberich, eine unerwartete Möglichkeit:

Die Chance, in Hamburg zu arbeiten.
SAP zu lernen.
Später Key User zu werden.

Mir war bewusst, was das langfristig bedeuten würde.
Ich würde mich von der klassischen Konstruktion entfernen.

Aber etwas daran fühlte sich sofort richtig an.

Ich wollte von den deutschen Kolleginnen und Kollegen lernen.
Etwas völlig Neues zu verstehen.

Ich sprach mit meiner Verlobten.
Zweifel hatte ich keine.
Nur dieses klare Gefühl: Das will ich machen.

Was mir damals nicht klar war:
Nach den ersten Schulungswochen wusste ich zwar, was ich tat –
aber nicht genau, wohin es führen würde.

Mein deutscher Kollege sprach kein Englisch.
Ich sprach kein Deutsch.

Ich verstand Aufgaben, Abläufe, Logik.
Aber nicht das große Ziel dahinter.

Erst später wurde mir bewusst, woran wir wirklich arbeiteten:
Ein groß angelegtes Projekt.
Die Einführung eines Systems, das unsere Ingenieursarbeit grundlegend verändern würde.

Wir bauten Strukturen auf.
Stücklisten.
Beziehungen.
Eine Datenbank, die Ordnung, Transparenz und Systematik schuf.

Ich durfte mitgestalten.
Koordinieren.
Aufbauen.

Rückblickend begann genau hier mein eigentlicher Weg.
Er verlief alles andere als geradlinig.

Ich lernte SAP.
Dann arbeitete ich wieder als Maschinenbauingenieur.
Wurde SAP-Koordinator.
Wechselte ins Order Management.
Übernahm später eine SAP-Gruppe.
Und arbeite heute als Spezialist.

Im Durchschnitt blieb ich etwa drei bis vier Jahre in einer Rolle.

Nicht, weil ich nie lange bleiben wollte.
Sondern, weil jede Station meinen Blick erweitert hat.

Was meinen Weg zusätzlich geprägt hat, war Engagement außerhalb der eigenen Aufgabe.

Für einige Jahre übernahm ich die Organisation der Blutspendeaktionen an unserem Standort in Pécs.

Koordination.
Kommunikation.
Motivation.

Wir wurden mehrfach ausgezeichnet.

Es ging mir nie um persönliche Anerkennung.
Sondern um Wirkung.
Um Gemeinschaft.
Um etwas Sinnvolles.

Auch heute engagiere ich mich ehrenamtlich beim Roten Kreuz.
Früher auf regionaler Ebene, heute auf Landesebene.
Weil ich will.

Meine wichtigste Erkenntnis aus all den Jahren:

Entscheidungen trifft man selbst.
Aber die Möglichkeit zu entscheiden, entsteht oft durch andere Menschen.

Ohne Wilfried Martin und Tamás Gerberich wäre ich heute nicht hier.
Ohne Menschen, die Potenzial sehen, Vertrauen geben und Türen öffnen, verlaufen Wege anders.

„Die meisten Karrieren entstehen nicht von allein. Sie entstehen im Zusammenspiel.“

Zoltán Till

Körber Standort: Pécs, Ungarn.

Die Denkweise hinter meiner damaligen Entscheidung lässt sich einfach zusammenfassen:

Veränderung bedeutet Chance.

Man trifft nicht immer richtige Entscheidungen.
Aber man lernt.
Und manchmal erkennt man erst später, wie richtig ein Schritt war.

Mein Rat an Menschen vor ähnlichen Entscheidungen:

Hört auf Euer Herz und Bauchgefühl.

Und wenn Unsicherheit bleibt – sprecht mit jemandem von außen.
Eine klare Perspektive hilft.

Denn es gibt immer einen Weg.
Und eine Lösung.

Wichtig ist nicht, die perfekte Entscheidung zu treffen.
Sondern eine, hinter der man stehen kann.

Körber-Mitarbeiter lächeln

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