Marek Dierks: Unkonventionelle Wege. Kalkulierbares Risiko.

ArtikelJubiläums-Insights

Marek erzählt von seiner Zeit in Malaysia – und warum Zuhören, Lernen und Ausprobieren in dieser Zeit entscheidend waren.

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80 Jahre Körber

Marek Dierks, Körber-Standort: Hamburg-Bergedorf, Deutschland


Als ich 2007 nach Malaysia ging, war der Auftrag klar:
Einkauf und Controlling aufbauen.
Direkte Lieferbeziehungen nach Europa etablieren.
Qualität sichern. Prozesse stabil halten.

Alles richtig.
Alles vernünftig.

Und trotzdem stellte sich mir früh eine andere Frage:

Was ist, wenn wir weiterdenken?

Denn vor Ort merkte ich schnell:
Malaysia ist kein verlängerter Werkbankstandort.
Es ist ein industrielles Ökosystem.
Mit Erfahrung. Mit Struktur. Mit Ambition.

Also habe ich zugehört.
Geschaut.
Gelernt.

Ich bin durchs Land gereist, habe Lieferanten besucht, Werkhallen gesehen, Gespräche geführt.
Und je mehr ich verstand, desto klarer wurde mir:

Hier steckt Potenzial, das wir nutzen müssen.

Der Weg dorthin war kein Sprung ins Ungewisse.
Er war ein kalkuliertes Risiko.

Wir haben klein angefangen.
Mit einfachen Teilen.
Mit Komponenten, die keinen Einfluss auf die Leistung der Maschinen hatten.

So konnten wir lernen, ohne Vertrauen bei unseren Kunden zu verspielen.
Sicherheit gewinnen, ohne Stillstand zu riskieren.
Nicht nur technisch.
Sondern auch kulturell.

Denn Vertrauen entsteht nicht durch Konzepte.
Sondern durch gemeinsame Erfahrung.

Natürlich lief nicht alles glatt.

Wir haben auch Entscheidungen getroffen, die wir später korrigieren mussten.
Zum Beispiel der Versuch, komplexe elektrische Unterbaugruppen auszulagern.

Auf dem Papier logisch.
In der Realität nicht zielführend.

Also haben wir die Richtung geändert.
Auch das ist Teil unseres Verständnisses von Verantwortung.

„Was ich damals unterschätzt habe? Wie entscheidend es ist, Menschen zusammenzubringen. Persönlicher Austausch schafft Verständnis.“

Marek Dierks

Als Kolleginnen und Kollegen aus Deutschland zum ersten Mal selbst vor Ort waren,
veränderte sich die Perspektive.
Zweifel wurden leiser.
Vertrauen wuchs.

Heute ist der Standort in Malaysia ein wichtiger Teil unseres globalen Fertigungsnetzwerks.

Aufgebaut in einem schrittweisen Entwicklungsprozess.
Mit offenem Blick.
Und der Bereitschaft zurückzugehen, wenn es notwendig ist.

Für mich ist das typisch Körber:

Anfangen, auch wenn man noch nicht alles weiß.
Nicht alles riskieren.
Aber etwas wagen.

Unkonventionell, wenn es Sinn ergibt.
Und immer mit einem Plan in der Tasche.

Körber-Mitarbeiter lächeln

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