Michael Stietz, Körber-Standort: Hamburg-Bergedorf, Deutschland
Manche Entscheidungen fühlen sich im ersten
Moment größer an, als sie klingen.
Früher arbeiteten wir klassisch:
Ein Standort. Für ein Geschäftsfeld. Für eine Industrie.
Effizient im Kleinen.
Begrenzt im Großen.
Dann kam die entscheidende Frage:
Wie schaffen wir Strukturen, die nachhaltiges Wachstum ermöglichen?
Unsere Antwort war kein Umbau.
Sondern Perspektivwechsel. Ein Perspektivwechsel für die nächste Generation:
Das Körber Campus-Konzept.
Keine isolierten Standorte mehr.
Sondern vernetzte Produktions- und Serviceknoten.
Standorte, die mehrere Industrien bedienen.
Kapazitäten, die flexibel einsetzbar sind.
Ressourcen, die gemeinsam wirken.
Der erste Campus entstand in Pécs, Ungarn.
Ein Werk, das jahrzehntelang auf ein Geschäftsfeld fokussiert war.
Heute arbeiten dort Teams geschäftsfeldübergreifend.
Was früher getrennt war, entscheidet heute gemeinsam.
Natürlich gab es Zweifel.
Sorge vor Kontrollverlust.
Neue Prozesse.
Neue Verantwortlichkeiten.
Extern hörten wir oft:
„Zu komplex.“
„Zu ambitioniert.“
„zu riksant.“
Heute wissen wir:
Ohne das Campus-Konzept hätten wir unser Wachstum in unseren Kernindustrien nicht bewältigt.
Nicht das Gebäude machte den Unterschied.
Sondern die Art, wie wir dachten.
Weg vom Standort.
Hin zum System.
Ein Campus ist keine Fabrik.
Er ist eine Entscheidung:
Eine Entscheidung für Skalierbarkeit, Resilienz und Zukunftsfähigkeit.
Transparenz war und ist dabei der Anfang.
Daten und Fakten schaffen Orientierung.
Vision ist der Treiber.
Ohne klares Zielbild bleibt Veränderung Stückwerk.
Kultur ist der Hebel.
Zusammenarbeit ersetzt Silos.