István Inotai: Mutige Entscheidungen. Spürbare Wirkung

Artikel80 Jahre Körber

Als in der Corona-Pandemie globale Lieferketten ins Wanken gerieten, wagten István und das Körber-Team am Campus Pécs den Schritt ins Ungewisse – und formten aus einer kritischen Situation neue Stärke.

István Inotai, Geschäftsführer des Körber Campus Pécs

80 Jahre Körber

István Inotai, Körber-Standort: Pécs, Ungarn​


Während der Corona-Pandemie zeigte sich, wie verwundbar globale Lieferketten sein können. 
Sie gerieten nicht nur ins Wanken. Sie funktionierten zeitweise nicht mehr.  

Halbleiter fehlten. Zentrale Bauteile waren nicht verfügbar. Entscheidendes Wissen lag außerhalb des Unternehmens – bei Partnern, auf die wir angewiesen waren. Und plötzlich standen eingespielte Abläufe still. 

Für das operative Geschäft war das keine gewöhnliche Verzögerung. 
Es war eine ernste Herausforderung. 

An einem Freitagnachmittag bekam ich einen Anruf von meinem Kollegen Marek Dierks. 
Es gab vielleicht noch eine letzte Option. 
Aber sie ist riskant. Und sie erfordert Vertrauen, Mut und echte Verantwortung.  

Der Vorschlag klang gewagt: 
Eine der komplexesten und wertvollsten Einheiten unserer Maschinen selbst bauen: 
Schaltschrank-Systeme. Systeme, die bislang nie im Unternehmen gefertigt worden waren.  

Die Frage war nicht: Können wir das perfekt? 
Die Frage war: Wie können wir das schaffen? 

Innerhalb weniger Tage bildete sich ein kleines Expertenteam. 
In acht intensiven Wochen zerlegten sie die letzten verfügbaren Schaltschränke, analysierten jede Verbindung, dokumentierten jeden Schritt und bauten alles neu auf. 

Schritt für Schritt. 
Detail für Detail. 

Nicht unter Testbedingungen – 
sondern an Maschinen, die direkt an Kunden ausgeliefert wurden. 

Keine Prototypen. 
Keine zweite Chance. 

István Inotai, Geschäftsführer des Körber Campus Pécs

“Unternehmertum beginnt, wenn aus einem ‚Ob‘ ein ‚Wie‘ wird.”

István Inotai

Körber-Standort: Pécs, Ungarn​

Am Ende entstanden fünf neue Schaltschränke. Installiert. Ausgeliefert. 
Und sie liefen – vom ersten Moment an. 

Sogar der ursprüngliche Lieferant bestätigte: 
„So gut wie unsere.“ 

Das war mehr als ein technischer Erfolg. 
Es war das Ergebnis gelebter Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Teams. 

Vom Einkauf bis zur Produktion.  
Jeder unterstützte den anderen. 

Es ging um Verantwortung. 
Um unternehmerisches Handeln. 
Und um die Überzeugung, dass Menschen wachsen, wenn man ihnen vertraut. 

Der Druck war hoch. 
Die Nächte waren lang. 

Doch Angst wurde nie zum Taktgeber – weil Stillstand das größere Risiko war.

“Innovation entsteht nicht in der Komfortzone.”

István Inotai

Das bedeutet Verantwortung: 

Nicht Anweisungen ausführen. 
Sondern Ergebnisse gestalten. 

Nicht auf Gewissheit warten. 
Sondern handeln, wenn es zählt. 

Und lange nachdem die Krise verblasst, bleibt etwas, das stärker ist als jeder Prozess: 

Vertrauen. 
Selbstbewusstsein. 
Und die Gewissheit, dass wir mehr können, als wir manchmal glauben.

Körber-Mitarbeiter lächeln

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