Juan Aceves, Körber-Standort: Grabs, Schweiz
Ich komme aus Mexiko.
Vor zehn Jahren bin ich nach Grabs in die Schweiz gekommen, um bei Körber anzufangen.
Wenn ich darüber nachdenke, was Körber für mich bedeutet, fallen mir sofort zwei Worte ein:
Offenheit und Flexibilität.
Das erlebe ich in meiner eigenen Arbeit.
Ich sehe es in der Art und Weise, wie wir intern zusammenarbeiten.
Und ich sehe es auch, wie wir mit unseren Kunden zusammenarbeiten.
Hier bei Körber sind Strukturen und Prozesse wichtig.
Sie geben uns Orientierung, Qualität und Zuverlässigkeit.
Aber die wahre Stärke zeigt sich, wenn neue Herausforderungen auftauchen –
und Lösungen gefragt werden, die nicht in vordefinierte Schubladen passen.
Genau in solchen Momenten wird Offenheit zum entscheidenden Faktor.
Dann müssen wir über Routinen hinausdenken.
Unterschiedlichen Perspektiven Raum geben.
Ideen zulassen, die zunächst ungewohnt erscheinen.
Genau daraus entsteht Innovation.
Durch meinen engen Kontakt zu Kunden habe ich gelernt, wie sehr diese Denkweise geschätzt wird.
Denn beim Kauf einer Maschine geht es nie nur um die Maschine selbst.
Es geht um den gesamten Weg – die Zusammenarbeit, das Projektmanagement, die funktionsübergreifende Kommunikation, die gemeinsame Problemlösung.
Kunden spüren, dass wir offen für ihre Anregungen sind.
Dass wir flexibel auf neue Anforderungen reagieren.
Und dass auch, wenn wir einmal „Nein“ sagen müssen, dahinter ein klarer, nachvollziehbarer Grund steht – als Beitrag dazu, die beste Lösung zu finden.
Offenheit ist für uns aber nicht nur ein Prinzip im Kundenkontakt.
Sie prägt auch unsere Art wie wir zusammenarbeiten.
Eine Entscheidung ist mir dabei in besonderer Erinnerung geblieben.
Viele Jahre lang bestand die Aufgabe unseres Teams vor allem darin, über den Status unserer Projekte zu berichten. Den Berichtsprozess selbst gestalteten wir jedoch nicht.
Vor etwa zwei Jahren änderte sich das.
Wir haben Verantwortung übernommen.
Es ging nicht mehr nur darum, Informationen weiterzugeben.
Es ging darum, Transparenz zu schaffen – offen über Fortschritt, Herausforderungen und Risiken zu sprechen.
Dieser Wandel war nicht einfach.
Denn Transparenz bedeutet nicht immer, gute Nachrichten zu überbringen.
Vor anderen zu stehen und Herausforderungen klar anzusprechen, erfordert Selbstvertrauen – und eine Kultur, die diesen offenen Austausch unterstützt.
Statt zu fragen: „Wo liegt das Problem?“,
fragen wir heute: „Wo liegt das Problem – und wie lösen wir es gemeinsam?“
Dieser Perspektivwechsel hat einen großen Unterschied gemacht.
Was mich am meisten überrascht hat, war nicht die Entwicklung selbst –
sondern wie natürlich sie sich anfühlte.
Etwas, das eigentlich schon immer zum Projektmanagement gehörte,
wurde vollständig in unsere Verantwortung integriert.
Mit der Verantwortung kam Klarheit.
Mit der Klarheit kam Vertrauen.
Mit dem Vertrauen kam eine stärkere Zusammenarbeit.
Ich glaube, dass diese Entwicklung eng mit dem Wachstum der Organisation zusammenhängt.
Das Wachstum hat uns darin bestärkt, unsere Art zu kommunizieren, zu führen und Verantwortung zu übernehmen weiterzudenken.