Und neben der Bedienbarkeit?
Carsten Wulf: Da gibt es einige einzigartige technische Baugruppen, wie beispielsweise das Leimsystem, das Art und Umfang des Leimauftrags sehr flexibel handhaben und steuern kann. Oder das Sensorsystem, mit dem sich zum Beispiel 360-Grad-Fotos der Produkte erstellen und verarbeiten lassen. Haben die Tabaksticks Defekte, wie perfekt ist ihre Rundheit, stimmt die Produktlänge? Das sind wesentliche Qualitätsthemen, die sich so kontrollieren lassen.
Kai Karstens: Mich begeistert als wesentliches technisches Highlight die Universalität des MSM am meisten. Die Zusammensetzung des Sticks verändert sich ständig, und niemand weiß genau, wie sich Tabakerhitzer künftig zusammensetzen werden – einschließlich der Anzahl und Qualität der einzelnen Segmente. Unser flexibles Modulkonzept ist hier perfekt, denn wir sind auf alle Szenarien vorbereitet.
Welche Bedeutung hat die digitale Vernetzung in den Werken Ihrer Kunden?
Kai Karstens: Natürlich nutzt auch die Tabakindustrie moderne Technologien wie das Internet der Dinge, künstliche Intelligenz und Big Data, um Produktionsprozesse zu optimieren. Ziel ist die Smart Factory, also eine vernetzte Produktionsumgebung, in der Maschinen, Produkte und Menschen in Echtzeit miteinander kommunizieren.
Carsten Wulf: Und mit dem MSM schaffen wir die Voraussetzungen genau dafür. Er arbeitet zum Beispiel nach dem OPC UA-Standard, der Open Platform Communications Unified Architecture. Dieser industrielle Kommunikationsstandard sorgt dafür, dass Maschinen unterschiedlicher Hersteller ihre Daten in einem einheitlichen Format bereitstellen können.
Arbeiten Sie eigentlich schon am nächsten MSM?
Kai Karstens: Einen neuen MSM im herkömmlichen Sinne wird es nicht geben. Die Maschine befindet sich in einer Evolution – sie wird fortwährend entsprechend der Kundenanforderungen weiterentwickelt und optimiert.
Carsten Wulf: Das ist ja gerade die Sicherheit, die wir unseren Kunden bieten! Wir können sagen: Du hast den MSM vor fünf Jahren gekauft, Dein Produkt sieht heute ganz anders aus, Du kannst es aber immer noch mit dem MSM produzieren. Wir realisieren das für Dich durch eine einfache Maschinenerweiterung. Die Modularität des MSM schafft eine hohe Investitionssicherheit.
Ist das MSM-Team stolz auf seine Vorzeigemaschine?
Carsten Wulf: Wir haben vor kurzem eine kleine Umfrage unter den Teammitgliedern und bei den Inbetriebnehmern gemacht, und sie sind tatsächlich stolz auf den MSM. Wir alle arbeiten an einer Evolution mit, unsere persönliche Geschichte ist mit der eines hochinnovativen und wirtschaftlich erfolgreichen technischen Produktes verknüpft. Das macht einen dann schon stolz.
Und wie geht die Evolution weiter? Was erwarten Sie für die Zukunft?
Carsten Wulf: Wir haben verschiedene Dinge in der Pipeline. Wir wollen die Prozesse noch stabiler machen als bisher, die Energieeffizienz der Maschine weiter optimieren und die Möglichkeiten nutzen, die die Digitalisierung uns bietet. Stichworte sind hier automatisierte Prüfzyklen und automatisierte Kalibrierung der Maschine.
Kai Karstens: Das zeigt: Für uns und die Tabakindustrie sind es spannende Zeiten mit vielen Umbrüchen. Das wird so bleiben. Körber wird weiter gefragt und gefordert sein, und auf diese anspruchsvollen Aufgaben freue ich mich.
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