Rita Paulovicsné Petes: Lernen endet nie

Artikel80 Jahre Körber

Rita ist seit mehr als 20 Jahren bei Körber – sie ist in dieser Zeit gewachsen, hat Neues gelernt und sich weiterentwickelt. Was sie antreibt, ist nicht Ehrgeiz im herkömmlichen Sinne, sondern etwas Tieferes: die Überzeugung, dass das Verständnis für Menschen der Schlüssel zu allem ist.

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Rita Paulovicsné Petes

80 Jahre Körber

Rita Paulovicsné Petes, Körber-Standort: Pécs, Ungarn

Ich habe immer gelernt. 
Nicht, weil ich musste. 
Sondern weil ich wollte.  

Ich bin Psychologin. 
Ich arbeite seit mehr als 20 Jahren bei Körber.  

Und wenn ich ehrlich bin: 
Ich hatte nie das Gefühl, fertig zu sein. 

Da war immer dieses Gefühl: 
Da ist noch mehr.  

Während andere innehielten, 
habe ich weitergemacht: 

Ich wurde Trainerin. 
Ich habe eine Coaching-Ausbildung gemacht. 
Und mich in der Familientherapie weitergebildet.  

Ich wollte verstehen: 
wie Menschen denken, 
wie Teams funktionieren, 
und welche Dynamiken dabei entstehen. 

Rita Paulovicsné Petes

„Ich hatte nie das Gefühl, fertig zu sein. Und genau das hat mich weitergebracht.“

Rita Paulovicsné Petes

Und dann war da dieser eine Gedanke. 
Schon sehr lange. Eigentlich schon immer:  

Eine Promotion. 

Ich habe es immer wieder aufgeschoben. 
Zu wenig Zeit. 
Zwei Kinder. 
Ein Vollzeitjob. 
Ein Leben. 
Und… 
Angst.  

Was, wenn ich es nicht schaffe?  

Dann änderte sich etwas. 
Ich wurde Teil des globalen Kulturprojekts bei Körber. 

Workshops. Gespräche. 
Mehr als 100 Menschen. 
Aus unterschiedlichen Ländern. Mit ganz verschiedenen Perspektiven.  

Und immer wieder dieselbe Erkenntnis: 
Wenn Menschen Vertrauen spüren, 
wenn sie wirklich zusammenarbeiten, 
dann folgt Ergebnisorientierung. 

Das hat mich nicht mehr losgelassen. 

Eines Abends, nach einem unserer Workshops, 
saß ich in meiner Küche.  

Und plötzlich war der Gedanke wieder da. 
Deutlicher denn je. 
Das ist es. 
Das ist mein Thema. 

Und dieses Mal habe ich den Gedanken nicht beiseitegeschoben. 
Ich habe mich beworben. 
Ich habe mit meinem Vorgesetzten gesprochen. 
Mit der Geschäftsführung. 
Mit meiner Familie.  

Und überall bekam ich die gleiche Antwort: 
Mach es. 
Wir stehen hinter Dir.  

Also habe ich angefangen. 

Mit fast 50. 
Ich sitze in einem Hörsaal 
mit 20-Jährigen.  

Und weißt Du was? 
Ich fühle mich jünger als je zuvor.  

Nicht, weil alles neu ist. 
Sondern weil ich wieder lerne.  

Heute verbinde ich zwei Welten. 
Praxis und Wissenschaft. 
Unternehmen und Universität.  

Ich bringe Wissen ins Unternehmen. 
Und echte Erfahrung in die Forschung. 
Und jeden Tag lerne ich weiter. 
Vielleicht ist das ein bisschen verrückt.  

Aber ich glaube, genau das braucht es. 

Denn ich will nicht die Beste sein, um besser zu sein als andere. 
Ich will die Beste sein, damit ich anderen besser helfen kann. 

„Ich will nicht die Beste sein, um besser zu sein als andere – sondern um andere besser unterstützen zu können.“

Rita Paulovicsné Petes

Denn letztendlich geht es nicht um mich. 
Es geht um Menschen. 
Und darum, was möglich wird, wenn wir nie aufhören zu lernen. 

Körber-Mitarbeiter lächeln

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