1970er Jahre: Der Kekspacker

Artikel80 Jahre Körber

Mit der Abteilung Z sucht Körber in den 1970ern neue Märkte und Technologien. Einer der Wege führt das Unternehmen in eine süße Welt. Eine Geschichte über Innovation und den Mut, Neues auszuprobieren.

Altes Foto der Körberschen Keksverpackungsmaschine

80 Jahre Körber

In den 1970er Jahren beginnt Körber, systematisch über den eigenen Kern hinauszudenken. 
Tabaktechnologie bleibt wichtig. 
Aber sie reicht nicht als alleiniger Weg in die Zukunft.​

Im Unternehmen entsteht eine Abteilung mit einem ungewöhnlichen Namen: 
Abteilung Z. 
Z wie Zukunft. 

Ihr Auftrag ist offen formuliert: 
neue Technologien prüfen, 
neue Märkte verstehen, 
ohne zu wissen, ob daraus ein Geschäft entsteht. 

Einer dieser Märkte ist die Nahrungs- und Süßwarenindustrie. 

Körber entwickelt eine Kekspackmaschine. 
Technologisch setzt die Lösung Maßstäbe. 
Ingenieur Johannes Mielke beschreibt sie später als den 
„Mercedes unter den Keksmaschinen“.

Drei Maschinen werden an einen Kunden in den USA ausgeliefert. 
Dennoch wird das Projekt eingestellt. 

Nicht, weil die Maschine nicht überzeugt. 
Sondern weil technologischer Anspruch und Marktrealität nicht zusammenfinden. 

Parallel dazu werden weitere Optionen geprüft. 
Eine mögliche Partnerschaft in den USA, 
ein modulares Verpackungskonzept. 

Auch dieser Weg wird beendet – 
bewusst, konsequent. 

Die Kekspackmaschine verschwindet aus dem Produktprogramm. 
Aber die Denkweise bleibt.  

Noch Jahre später gehen Ersatzteile in die USA. 
Die Maschinen laufen. 
Zuverlässig. Präzise.  

Der Kekspacker ist kein kommerzieller Meilenstein. 
Aber er ist ein Beweis für etwas anderes: 
Für den Mut, Technologie in neue Branchen zu übertragen. 
Für die Bereitschaft, Märkte zu testen. 
Und für die Klarheit, Entscheidungen zu treffen – auch wenn sie bedeuten, einen Weg zu beenden. 

Körber-Mitarbeiter lächeln

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