Gunnar Jans, Körber-Standort: Hamburg-Bergedorf
1984 habe ich bei Körber angefangen.
Damals war der Hamburger SV amtierender Europapokalsieger.
Eine große Zeit. Und für mich der Beginn einer sehr langen Reise.
Heute blicke ich auf über 40 Jahre Körber zurück –
und auf eine Entscheidung, die alles geprägt hat.
Ich war Anfang zwanzig, als ich in den Technischen Kundendienst wechselte.
Man muss sich diese Zeit vor Augen führen:
Kein Internet.
Kein Google Maps.
Keine sozialen Netzwerke.
Mein Horizont war überschaubar.
Familienurlaube in Dänemark und Österreich.
Schön. Aber begrenzt.
Ich wollte hinaus.
Die Welt sehen.
Schnell lernen.
Schnell wachsen.
Der Technische Kundendienst war meine Tür dafür.
Plötzlich stand ich allein beim Kunden.
Vor Maschinen.
Vor Problemen.
Vor Erwartungen.
Ohne doppelten Boden.
Ich habe in keiner Phase meines Berufslebens mehr gelernt als
in der Produktion unserer internationalen Kunden.
Man bekommt einen direkten Blick auf die Realität:
Wie Fabriken funktionieren.
Wie Kunden denken.
Wie entscheidend unser Beitrag wirklich ist.
Eine Maschine läuft – oder eben nicht.
Diese Klarheit prägt.
Mein erster großer Einsatz führte mich nach Estoril in Portugal.
Zwei Monate.
Strand vor der Tür.
Hotelzimmer ohne Fernseher, ohne Telefon.
Heute kaum vorstellbar.
Aber genau das machte diese Zeit so intensiv.
Ich war unterwegs.
Mit Kollegen.
Mit anderen Generationen.
Mit anderen Perspektiven.
Ich wuchs – fachlich und menschlich.