Warum jeder Kreative im KI-Zeitalter Creative Director sein wird

ArtikelTechnology Insights

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KI definiert kreative Rollen neu und ermöglicht eine kollaborativere, skalierbare Kreativität. Erfahren Sie, wie die Zukunft der Kreativität aussehen wird.

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Ein Roboter, der an eine Tafel schreibt, während Menschen zusehen.

Wenn Sie das mächtige ChatGPT nach den Möglichkeiten befragen, dass KI den Dienstleistungssektor oder speziell das Marketing ersetzt, wird es zaghaft antworten:

„Vielleicht könnte KI in 10 Jahren einen beachtlichen Teil routinemäßiger Marketingaufgaben wie Datenanalysen und Kampagnenoptimierung übernehmen, aber der Mensch würde nach wie vor eine entscheidende Rolle bei der Steuerung von Strategie, Kreativität und Beziehungsaufbau spielen.“  — ChatGPT

Wenn Sie jedoch den CEO befragen, sieht das Bild drastischer aus. In einem Statement, das erst vor wenigen Wochen bekannt wurde, sagte Sam Altman, dass in 5 bis 7 Jahren

„95 % dessen, wofür Marketer heute Agenturen, Strategen und Kreativprofis einsetzen, von der KI einfach, nahezu augenblicklich und fast kostenlos übernommen werden und die KI wird das Kreativkonzept wahrscheinlich anhand von echten oder synthetischen Kunden-Fokusgruppen testen können, um Ergebnisse vorherzusagen und zu optimieren. Noch einmal: alles kostenlos, sofort und nahezu perfekt. Bilder, Videos, Kampagnenideen? Kein Problem.“ — Sam Altman

Wie vorhersehbar, sorgte der Aufschrei bei Agenturprofis weltweit für blankes Entsetzen. 95 % der Agenturarbeit ersetzt, und das so bald? Das ist so, als würde der Wettermann düster den Kopf schütteln und den ‚Weltuntergang‘ vorhersagen.

Aber ist das wirklich so?

Zur vermuteten Übernahme durch unsere Roboter-Oberherren sagen wir bei CRU: Her damit! Wir können es kaum erwarten, dass sich die KI-Revolution voll entfaltet, und wir glauben, dass die Vorteile exponentiell größer sind als die damit verbundenen Risiken.

Wir sind davon überzeugt, dass sich das Kreativgeschäft unter seinen vielen Ausschmückungen letztlich auf Originalität und Führung (Leadership) reduzieren lässt. Sie bilden den Grundpfeiler, auf dem wir die Agenturen von morgen aufbauen können.

90 % von allem ist Bullshit

Dass 95 % unserer Branche automatisiert werden, klingt erschreckend, bis man sich daran erinnert, dass 90 % von allem Bullshit ist (um den großartigen Brad Frost zu zitieren).

Zweifellos hat sich das ‚Informationszeitalter‘ in ein ‚Enshittification-Zeitalter‘ mit Inseln der Relevanz in einem Ozean aus Bullshit verwandelt. Seit über 20 Jahren optimieren wir unsere Beiträge für Maschinen (anstatt umgekehrt) und haben am Ende ein ‚Performance Marketing‘ erhalten,
das für Roboter gemacht ist.

Ja, im Moment wird alles sogar noch schlimmer. Scrollen Sie einfach durch LinkedIn und versuchen Sie mal, tatsächlich zu einem interessanten Artikel zu gelangen! Aber wir glauben, dass KI mit der Zeit dabei helfen wird, es besser zu machen. Auch wenn das Enshittification in naher Zukunft noch beschissener wird. Irgendwann werden wir jedoch aufstehen und, genau wie Will Hunting, den Bullshit, der uns umgibt, beseitigen.

Das Kunstwerk im Zeitalter seiner künstlich intelligenten Reproduzierbarkeit

Wir waren schon einmal an diesem Punkt, wissen Sie. Der Buchdruck, die Fotografie, das Internet... Jeder Medienrevolution folgten totsichere Vorhersagen vom Tod der Kreativbranchen. Aber die Beerdigung fand nie statt.

Seien wir nicht naiv: Das Gesicht der Kreativbranche wird sich drastisch verändern. Aber wir glauben fest daran, dass es immer Raum für pure Kreativität geben wird. Für Originalität. Für Handwerk.

Der Zugang zu einem Tennisschläger macht Sie nicht zu Serena Williams (glauben Sie uns, wir haben es versucht), genauso wie
das mit Spannung erwartete Sora
Sie nicht automatisch zu Christopher Nolan machen wird.

Wenn das altmodisch oder sogar versnobt klingt, dann ist es nicht so gemeint. Mehr Menschen den Zugang zu kreativen Tools zu ermöglichen, wird die kreative Welt garantiert verbessern, so wie Serena den Tennissport verbessert hat. Und wir sind alle voll dafür.

Jeder muss ein Creative Director sein

Natürlich verändert sich unser Handwerk in diesem Moment. Aber auch hier glauben wir, dass es zum Besseren sein wird. Bei CRU fördern wir aktiv die Nutzung von ChatGPT, Midjourney, der großartigen Relume Wireframe-Bibliothek oder des Kreativ-Tools Springboards.ai.

Die Antwort kann nicht sein, die Augen zu verschließen und den Stecker zu ziehen. Stattdessen müssen alle Kreativen neben der Beherrschung ihres Handwerks zu zwei Dingen werden: Creative Directors und Beratern.

Künstliche Stellvertreter und ‚Kollegen‘ zu haben, kann nur funktionieren, wenn wir in der Lage sind, (a) deren Output zu beurteilen und zu verbessern, und (b) unseren Kunden eine maßgeschneiderte Sandbox bereitzustellen, damit sie diese ebenfalls nutzen können.

Nicht jeder Kreative wird sich darüber freuen, insbesondere was den beratenden Teil betrifft. Aber es ist eine wunderbare Rolle, die es einzunehmen gilt, und ein lohnenswerter Beitrag, den man leisten kann.

Für die Agenturen wird dies jedoch ein Umdenken erfordern, für das die Branche nicht gerade bekannt war: Investitionen in ihre Mitarbeiter.

Wir müssen sie schulen und befähigen, wie sie KI als Helfer einsetzen und wann sie auf ihr eigenes Bauchgefühl vertrauen sollten. Wir müssen sie sich auf ihre ureigenen Stärken konzentrieren lassen, damit sie, und wir, diese neue Ära souverän navigieren können. Wer weiß, was unseren Kreativen noch alles einfällt, wenn geistlose Formatanpassungen erst einmal automatisiert werden können!

Die KI-Revolution ist nicht aufzuhalten. Im Großen und Ganzen dürften die vor uns liegenden Veränderungen positiver Natur sein. Was den schmerzhaften Teil betrifft, nun, der Trick ist, sich nicht daran zu stören, dass es wehtut.
der Supply Chain vermeiden. Hören wir also auf, uns Sorgen zu machen, und lernen wir, ein Geschäftsmodell zu lieben, das auf dem basiert, was für unseren Berufsstand wesentlich ist.

Denn wenn es bei den 5 %, die uns die KI übrig lässt, um Originalität und Leadership geht, dann sind diese 5 % die einzigen, die jemals gezählt haben.

Lernen Sie unsere Autoren kennen

Lasse Giese, Co-Founder & Managing Director bei CRU

Lasse Giese

Co-Founder & Managing Director at CRU

Benjamin Nuebel, Storyteller-in-Chief & Partner bei CRU

Benjamin Nuebel

Storyteller-in-Chief & Partner at CRU

Körber-Techniker bei Wartungsarbeiten an einer Produktionsanlage

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