Fachkräftemangel und was das mit der Logistik-IT zu tun hat?

ArtikelSupply Chain Insights

4 Minuten lesen

Der lange angekündigte demographische Wandel ist allgegenwärtig und täglich zu spüren. Der daraus resultierende Kampf um qualifizierte Fach- und Führungskräfte wird immer härter und längst ist der Wandel von einem Arbeitgeber- zu einem Arbeitnehmermarkt vollzogen.

Jetzt teilen

Eine Frau in einer gelben Weste geht durch ein Lagerhaus, umgeben von Regalen und Kisten.

Vor allem im Bereich der Logistik zeigen sich diese Entwicklungen leider nicht von der positiven Seite. Nach wie vor zählt die Logistik zu jenen Branchen, die auf den ersten Blick nicht besonders attraktiv erscheinen. Die wenigsten wissen jedoch, dass es in der drittgrößten Branche Deutschlands sehr sichere und auch vielfältige Jobs gibt. 

Denn Logistik ist mehr als nur Ware von A nach B zu befördern. Die Ereignisse der vergangenen Jahre sollten uns das vor Augen geführt haben: sei es ein steckengebliebener Frachter, Mangel an Toilettenpapier, Nudeln und Öl oder die Versorgungsknappheit aufgrund fehlendem Transportpersonal als Folge des Brexits oder derzeit des Ukrainekrieges. Logistik ist eine komplexe Branche, die ohne qualifizierte Fachkräfte auch in Zeiten der Digitalisierung nicht funktionieren kann.

Von daher ist die Suche nach Arbeitskräften und deren Bindung an das Unternehmen heute eine der größten Herausforderungen für die Lieferkette. Es herrscht nicht nur ein weltweiter Personalmangel, sondern es wird auch immer schwieriger Arbeitnehmer für eine Lagerumgebung zu gewinnen, denn die Arbeit ist sowohl körperlich anstrengend als auch durch den ständig steigenden Druck nach Effizienz und Kundenzufriedenheit oftmals mit Unzufriedenheit und hoher Belastung verbunden.

Wie können effiziente IT-Lösungen helfen?

Doch wie können sich Unternehmen diesen Herausforderungen stellen, sich sicher für die Zukunft aufstellen und vor allem: Wie können effiziente IT-Lösungen dabei helfen dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken? 

Bei Körber Supply Chain Consulting werden wir in unseren Projekten mit solchen Anforderungen alltäglich konfrontiert und versuchen diese gemeinsam mit unseren Kunden und mit Hilfe der SAP Digital Supply Chain Suite zu meistern. Heute ist die IT aus der Logistik schon lange nicht mehr wegzudenken. Die Zeiten der guten alten „Zettelwirtschaft“ sind vorbei, aber trotzdem schlummert hier noch viel mehr Potential.

Doch wo genau kann man in der Logistik dieses Potential ausschöpfen? Das wohl bekannteste Beispiel ist die Automatisierung. Die Voraussetzung für einen höheren Grad an Automatisierung ist die Standardisierung von Prozessen, genauso wie die Möglichkeit der Reduktion und des Freimachens von Personalressourcen für andere zum Teil qualifiziertere Tätigkeiten. So sollte es nicht die Aufgabe des Mitarbeiters sein z.B. Aufträge zu drucken und zu verteilen. Diese Tätigkeiten muss automatisiert erfolgen. Auch beim Konzept Ware zum Mann werden Ressourcen geschont und Fehler reduziert. 

Einsatz von Robotern

Eine weitere Maßnahme könnte der Einsatz von Robotern sein, wodurch unter anderem die Betriebszeiten bei gleichbleibendem Personaleinsatz erhöht werden können. 

Sowohl Lagerautomatisierung als auch Robotik sind jedoch nur realisierbar mit der entsprechenden Software. Darüber hinaus kann die IT ebenfalls helfen Prozesse und Dialoge so zu konzeptionieren, dass diese auch von Hilfskräften z.B. während saisonaler Spitzen bedient werden können und keine langen Einarbeitungszeiten benötigt werden. Somit können Unternehmen flexibel auf Schwankungen und Saisonspitzen reagieren.

Mithilfe moderner und standardisierter IT-Prozesse können Mitarbeiter:innen je nach Qualifizierungsgrad effizienter eingesetzt werden. Die innerbetrieblichen Abläufe werden so optimiert, dass die Fähigkeiten des Einzelnen besser eingesetzt werden. So steigt auch die Mitarbeiterzufriedenheit.

SAP Digital Supply Chain

SAP stellt dafür mit seiner digitalen Supply Chain die richtigen Module und Werkzeuge zur Verfügung, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Mit SAP EWM (Extended Warehouse Management) können beispielsweise sowohl einfache manuelle als auch hochkomplexe automatisierte Lager gesteuert werden.

Durch die Implementierung der Best-in-Class Lösung und die intuitiven Dialoge ist es auch Hilfskräften möglich schnell zu Spitzenleistungen zu arbeiten – das steigert die Zufriedenheit im ganzen Unternehmen. Und auch ein erfahrener Logistikleiter wird seinen Nutzen aus den übersichtlichen Dialogen ziehen und kann die Schichten und die anfallende Arbeitslast wesentlich effizienter steuern.  

Bei all diesen Tätigkeiten bleibt der einzelne Mitarbeiter nach wie vor das höchste Gut, daher empfehlen wir auch im Rahmen der Projekte die betroffenen Personen frühzeitig einzubeziehen, da nur die gemeinsame Akzeptanz und erkennbarer Nutzen für jeden einzelnen zum Projekterfolg und somit zur Zukunftsfähigkeit des Unternehmens führt.

Wie eingangs erwähnt besteht die Logistik aus viel mehr als nur der reinen Beförderung und Lagerung von Waren. Es gibt noch so viel Potenzial, dass es auszuschöpfen gilt. Gerne unterstützen wir Sie bei der Bewältigung Ihrer Herausforderungen. Wir freuen uns auf Ihren Kontakt.

Lernen Sie unsere Autoren kennen

Andreas Spiegel

Director Sales & Marketing Consulting

Seit 2016 ist Andreas Teil von Körber Supply Chain und dem Hauptsitz in Bad Nauheim zugeordnet. Sein Schwerpunkt liegt im Bereich SAP SCE Lösungen mit Schwerpunkt auf SAP EWM. Seit 2025 ist er Diretor Sales & Marketin im Competence Center Körber Supply Chain Consutling.

Körber-Mitarbeiter lächelnd

Kontaktieren Sie uns

Lassen Sie uns über zukunftsfähige Lösungen für Ihr Unternehmen sprechen.

Experten kontaktieren