Von Integration zu Mehrwert: Wie Körber Kundennutzen global denkt

ArtikelSupply Chain Insights

4 Min lesen

Körber entwickelt sich vom Technologieanbieter zum globalen strategischen Partner für seine Kunden. Die kürzlich abgeschlossene vollständige Übernahme von Godrej Körber, ehemals ein Joint Venture zwischen Körber und Godrej & Boyce, markiert einen wichtigen Meilenstein auf diesem Weg. Sie ermöglicht es Körber, Strukturen zu vereinheitlichen, Innovationen zu beschleunigen und Lösungen bereitzustellen, die lokal verankert und zugleich global skalierbar sind.

Jetzt teilen

Drei Personen, die Sicherheitswesten tragen, konzentrieren sich auf einen Laptop und sind mit einer arbeitsbezogenen Aufgabe beschäftigt.

Wir sprachen mit Helena Garriga, Mitglied des Körber-Konzernvorstands und verantwortlich für das Geschäftsfeld Supply Chain sowie mit Suunil Dabral, Senior Vice President und Regional Head Asia-Pacific, Geschäftsfeld Supply Chain, über die Bedeutung dieser organisatorischen Weiterentwicklung und darüber, wie sie Körbers Ansatz zur Lösung realer Herausforderungen in globalen Lieferketten prägt.

Was bedeutet die vollständige Übernahme von Godrej Körber für Körber und seine Position in globalen Lieferketten?

Helena Garriga: Dabei geht es um strategische Autonomie. Mit der vollständigen Übernahme verfügen wir über eine schlankere Organisation, die uns mehr Geschwindigkeit und eine vollständige operative Ausrichtung ermöglicht. Indien ist nun ein vollständig integrierter Knotenpunkt in unserem globalen Netzwerk und nicht mehr nur ein regionaler Markt. Diese strategische Autonomie erlaubt es uns zudem, Innovationen aus anderen Teilen der Welt nach Indien zu bringen und unsere Kunden vor Ort umfassend zu bedienen.

Mit diesem Schritt bekräftigen wir unser langfristiges Engagement in einer der am schnellsten wachsenden Regionen der Welt und stärken zugleich unsere Fähigkeit, Kunden mit größerer Nähe und Geschwindigkeit zu unterstützen. Gleichzeitig steht die Übernahme im Einklang mit unserem übergeordneten Ziel, unsere Führungsposition in unseren Industrien sowohl durch organisches Wachstum als auch durch Akquisitionen weiter auszubauen.


Suunil Dabral: Was mich besonders begeistert, ist die Stärkung unserer Mitarbeitenden. Unsere Teams in Indien befinden sich heute an der Schnittstelle zwischen globaler Innovationskraft und einem der dynamischsten Supply-Chain-Märkte weltweit. Das ist eine außergewöhnliche Position. Wir sind kein Satellitenstandort mehr, der einen anderswo entwickelten Plan umsetzt, sondern wir gestalten aktiv mit, wie Körber globale Herausforderungen löst. Für unsere Kunden bedeutet das ganz konkret: klarere Konzepte, schnellere Reaktionen und Lösungen, die auf echter lokaler Expertise basieren.


Wie stärkt die vollständige Integration des Joint Ventures in Körbers Organisation Teams, Partner und die Wertschöpfung für Kunden?


Helena Garriga: Wir führen standardisierte Technologieplattformen in allen Regionen ein. Für unsere Kunden bedeutet das, dass ein Software-Update oder ein robotisches Innovationsmodul, das beispielsweise in Europa entwickelt wird, zeitgleich auch in Indien verfügbar und kompatibel ist. Das stellt einen konsistenten Lebenszyklus-Support sicher, den ein Joint Venture in dieser Größenordnung nicht leisten konnte. Gleichzeitig werden wir sehen, dass in Indien entwickelte Technologien vor Ort entstehen und perspektivisch auch in andere Märkte exportiert werden.


Suunil Dabral: Integration bedeutet, dass unsere Teams nicht mehr neben Körbers globalen Kompetenzen arbeiten, sondern sie Teil davon sind.  Wir greifen nun auf den gesamten Technologie-Stack zu, Hardware ebenso wie Software und entwickeln Lösungen, die ganzheitlicher, leistungsfähiger und näher an den tatsächlichen Bedürfnissen unserer Kunden sind. Die Kombination aus globaler Plattform und tiefem lokalem Marktverständnis schafft ein Liefermodell, das von Grund auf agil und bewusst skalierbar ist. Für unsere Kunden in Indien und im gesamten asiatisch-pazifischen Raum ist das ein nachhaltiger und spürbarer Mehrwert.

Suunil Dabral

„Integration verwandelt globale Fähigkeiten in echten Kundennutzen.“

Suunil Dabral

Senior Vice President und Regional Head Asia-Pacific, Geschäftsfeld Supply Chain

Was bedeutet diese Übernahme konkret für Kunden?

Helena Garriga: Zwei Aspekte sind dabei besonders wichtig: die Vereinfachung der Projektsteuerung bei großvolumigen Vorhaben sowie die vollständige Verfügbarkeit des Portfolios des Geschäftsfelds Supply Chain. Mit einem klaren Ansprechpartner können wir komplexe, mehrjährige Automatisierungsprogramme mit höherer finanzieller und operativer Planungssicherheit umsetzen. Gleichzeitig hat Indien nun uneingeschränkten Zugang zu unseren globalen Technologien.


Suunil Dabral: Ganz praktisch heißt das für unsere Kunden: mehr Möglichkeiten, mehr Geschwindigkeit und mehr Sicherheit. In Branchen wie E‑Commerce, FMCG und Pharma ist die Leistungsfähigkeit der Lieferkette ein entscheidender Wettbewerbsfaktor.

Ein gutes Beispiel ist die indische Halbleiterinitiative, die von der Regierung ins Leben gerufen wurde und deren Kernstück die neue Greenfield-Großfabrik von Micron in Sanand ist, ausgestattet mit hochmoderner Automatisierungstechnologie von Körber. Dieses Projekt, ebenso wie unsere Zusammenarbeit mit weiteren Fortune-100-Unternehmen, unterstreicht unsere Rolle als verlässlicher Partner in der Region.

Helena Garriga, die Vorsitzende des Geschäftsbereichs Supply Chain von Körber.

„Unsere Ambition unter LIFE 2035 ist Marktführerschaft durch Technologieführerschaft. Indien ist ein zentraler Pfeiler dieser Ambition.“

Helena Garriga

Mitglied des Körber-Konzernvorstands und verantwortlich für das Geschäftsfeld Supply Chain

Wie positioniert diese Übernahme Körber und seine Kunden für zukünftige Trends und Herausforderungen in globalen Lieferketten?

Helena Garriga: Bei Körber denken wir langfristig und richten unsere Entwicklung konsequent an Megatrends wie Digitalisierung, Automatisierung und Urbanisierung aus. Diese Übernahme ist ein zentraler Treiber unseres langfristigen Leitbildes LIFE 2035 – und ein klares Bekenntnis zu unserer Vision: Marktführerschaft durch Technologieführerschaft.

Durch die vollständige Integration unserer indischen Aktivitäten stärken wir unsere Fähigkeit, in automatisierte und intelligente Lösungen zu investieren und Innovationen voranzutreiben, die unseren Kunden helfen, die Herausforderungen von morgen frühzeitig zu erkennen und zu meistern.


Suunil Dabral: Indien zählt zu den dynamischsten Märkten, die die Zukunft globaler Lieferketten prägen, getrieben durch starkes Wachstum im E-Commerce und in der Industrie. Diese Entwicklungen verändern die Erwartungen an Geschwindigkeit, Skalierbarkeit und Effizienz grundlegend.

Dank der vollständigen Integration in Körbers globale Organisation sind wir heute besser aufgestellt, um unsere Kunden bei der Modernisierung ihrer Prozesse und der Einführung fortschrittlicher Automatisierungs- und Digitallösungen zu unterstützen. So können wir skalierbare Lösungen bereitstellen und unseren Kunden helfen, sich souverän in einem sich wandelnden Marktumfeld zu bewegen.


Resiliente, zukunftsfähige Lieferketten gestalten

Gemeinsam machen Helena Garriga und Suunil Dabral deutlich, dass diese Übernahme weit mehr ist als ein Meilenstein für Körber, sie ist ein strategischer Schritt mit nachhaltigem Mehrwert für Kunden weltweit. Durch die enge Vernetzung lokaler Expertise mit Körbers globalem Innovationsökosystem stärkt das Unternehmen seine Teams und beschleunigt Innovation. Damit festigt es seine Position als verlässlicher Partner für integrierte, resiliente und anpassungsfähige Lieferketten der Zukunft.

Körber-Mitarbeiter lächelnd

Kontaktieren Sie uns

Lassen Sie uns über zukunftsfähige Lösungen für Ihr Unternehmen sprechen.

Experten kontaktieren