Körber treibt Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft voran

eine Frau, die an einem Computer in einer Laborumgebung surft

Der Klimawandel zählt zu den zentralen Herausforderungen unserer Zeit. Körber begegnet ihm mit einer konsequent wissenschaftsbasierten Klimastrategie und hat sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Bis 2040 soll entlang der gesamten Wertschöpfungskette ‚Net Zero‘ erreicht werden. Bereits 2025 hat Körber mit der CO2e-Neutralität in Scope 1 und 2 (Emissionen aus eigenen Quellen und aus zugekaufter Energie) einen wichtigen Zwischenschritt erreicht.

Der Konzern reduziert und vermeidet Emissionen systematisch und kompensiert unvermeidbare Restemissionen durch Investitionen in hochwertige Klimaschutzprojekte außerhalb der eigenen Wertschöpfungskette. Parallel dazu treibt Körber das Netto-Null-Ziel durch die Dekarbonisierung seiner eigenen Standorte sowie der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette konsequent voran.

Die Grundlage dafür bildet ein konzernweiter Übergangsplan, der Klimaschutz fest in Strategie, Finanzen und operative Entscheidungsprozesse verankert. Governance, klare Rollen und verbindliche Ziele sorgen dafür, dass aus Ambition messbare Wirkung wird.

Michaela Thiel, Leiterin der Abteilung Nachhaltigkeit bei Körber

„Wir verbinden ambitionierte Emissions-reduktionsziele mit zusätzlicher Verantwortung – und gehen dabei bewusst über die eigene Wertschöpfungskette hinaus."

Michaela Thiel

HEAD OF SUSTAINABILITY, KöRBER AG

SCB Klima-Beitragsbericht qr code

CO₂e-Neutralität erreicht – und ein klarer Plan für die nächste Etappe

Mit der neutralen Bilanz in Scope 1 und 2 hat Körber einen zentralen Meilenstein erreicht. Im Rahmen der ,Beyond Value Chain Mitigation‘-Strategie (BVCM) investiert der Konzern dafür in hochwertige Emissionszertifikate und setzt auf klimawirksame Projekte, die strengen internationalen Standards entsprechen. 14.459 t CO2e wurden bereits ausgeglichen, um die Emissionen des Jahres 2025 zu neutralisieren.

Parallel schreitet die Dekarbonisierung der eigenen Standorte, Energieversorgung und Mobilität voran, um 2030 vollständig ohne Ausgleichsmaßnahmen in Scope 1 und 2 auszukommen.

Der QR-Code auf dem Label (rechts) führt direkt zum Climate Contribution Report von Körber. SCB ist ein globaler Anbieter für CO2e-Bilanzierung und Emissionszertifikate.

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Geothermiekraftwerk Liki Pinagawan Muaralaboh in Indonesien

Geothermiekraftwerk Liki Pinagawan Muaralaboh in Indonesien – ein Projekt, in das Körber für sauberen Strom und Naturschutz investiert.

90% Reduzierung der Emissionen in Scope 1 und 2 bis 2030, validiert durch SBTi

Der Übergangsplan: Ein Fahrplan für Ambition – und Umsetzung

Körbers Übergangsplan bildet den Kern der unternehmerischen Klimastrategie. Er beschreibt zentrale Maßnahmen, Investitionen und Zuständigkeiten in allen Geschäftsfeldern und unterstützt dabei, klimabezogene Aspekte systematisch in das tägliche operative Handeln zu integrieren.

Der Übergangsplan ist in enger Abstimmung mit dem Vorstand entstanden und in die Unternehmensplanung eingebettet, sodass Klimathemen frühzeitig in strategische und operative Entscheidungen einfließen können.

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Ressourcennutzung & Kreislaufwirtschaft: Die zweite Wirkungssäule unserer Umweltstrategie

Körber denkt Klimaschutz und Ressourceneffizienz zusammen. Die Ecodesign-&-Circular-Economy-Initiative verankert zirkuläre Prinzipien in Entwicklung, Fertigung, Nutzung – und in neuen Geschäftsmodellen.

Lebenszyklusanalysen liefern die wissenschaftliche Grundlage, Digital Product Passports schaffen Transparenz. In der Innovationsstrategie AIR Technologies steht die Säule ‚Regenerative' für Technologien, die Ressourcen erhalten, Kreisläufe schließen und Emissionen dauerhaft senken.

Bernhard Gerl, head of ecodesign at Körber

„Klimaschutz ohne ein Überdenken unseres Produkt-, Lösungs- und Serviceangebots greift zu kurz. Ecodesign, Lebenszyklusanalysen und zirkuläre Geschäftsmodelle schaffen die Grundlage dafür, Emissionen nachhaltig zu senken und Ressourcen verantwortungsvoll zu nutzen."

Bernhard Gerl

HEAD OF ECODESIGN, KöRBER AG

Kurzüberblick: Circular Economy bei Körber

Worum geht's?

Wir wollen Produkte so entwickeln, dass sie länger halten, weniger Emissionen und Rohstoffe verbrauchen und am Ende sinnvoll im Kreislauf bleiben.

Wie setzen wir das um?

Drei Bausteine greifen ineinander:


Erstens machen wir unsere Entwicklungsteams fit für zirkuläres Design – von reparierbaren Bauweisen über modulare Upgrades bis hin zu Geschäftsmodellen wie „Nutzung statt Kauf" (zum Beispiel Full-Service-Modelle).


Zweitens schaffen wir Transparenz: Mit Lebenszyklusanalysen (LCA) messen wir Umweltwirkungen über den gesamten Produktlebensweg und bereiten die Daten so auf, dass sie Berichten, regulatorischen Vorgaben (Digital Product Passport) und Entscheidungen im Unternehmensalltag dienen.


Drittens sorgen klare Leitlinien und Zuständigkeiten dafür, dass diese Prinzipien nicht optional sind, sondern Standard – vom Materialeinkauf bis zur Serviceleistung.

Was ändert sich am Produkt konkret?

Wir bevorzugen langlebige, reparierbare Konstruktionen und Materialien, die sich wiederverwenden oder hochwertig recyceln lassen. Wo sinnvoll, ersetzen wir Primärmaterialien durch Alternativen mit geringerem CO2e-Fußabdruck – etwa Rezyklate oder Holzwerkstoffe – und messen den Effekt im LCA. So wird Klimaschutz zur Konstruktionsentscheidung.

78% direkter Ökostromanteil plus 22% über Zertifikate

Energie-Transformation: Von Grünstrom bis Elektrifizierung

2025 hat Körber den gesamten Stromverbrauch durch erneuerbare Energien gedeckt – über direkten Bezug und Herkunftsnachweise. Gleichzeitig baut der Konzern seine eigene Erzeugung aus: von neuen Photovoltaikanlagen in Deutschland und Italien bis zur geplanten 4-MWp-Anlage im Neubau am Standort Hamburg-Bergedorf. Auch die Mobilität wird neu gedacht. Ab 2026 dürfen nur noch Elektrofahrzeuge bestellt werden. Ladepunkte an Standorten und private Lademöglichkeiten für Mitarbeiter werden konzernweit ausgebaut.

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PV system in Treviso Italy

PV-Anlage Treviso – Italien (415 kWp), in Betrieb seit 2025

69.168kg CO2E-Einsparung

Scope 3 im Fokus: Transformation entlang der Wertschöpfungskette

Mehr als 90 Prozent der Gesamtemissionen von Körber fallen in Scope 3 (indirekte Emissionen entlang der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette) an – vor allem in der Beschaffung und der Nutzungsphase verkaufter Produkte. Entsprechend richtet der Konzern seine Reduktionshebel strategisch auf diese Bereiche aus.

Ein Fokus liegt dabei darauf, die Datentiefe in der Lieferkette systematisch zu erweitern und vermehrt Primärdaten von Lieferanten einzubeziehen, um die Emissionsberechnung in Scope 3.1 zu präzisieren. Lieferanten sollen bis 2030 zu 50 Prozent und bis 2040 zu 90 Prozent Primärdaten liefern.

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13.200 m2 aufgegebene oder umgewidmete Grundstücksfläche im Jahr 2025

Standorte der Zukunft: Effizienz, Modernisierung und Nachhaltigkeitsstandards

Körber modernisiert weltweit seine Produktions- und Bürostandorte, investiert in energieeffiziente Technologien und wendet anerkannte Nachhaltigkeitsstandards wie LEED oder DGNB an. Flächenoptimierungen und eine konsequente Strategie für umweltverträgliche Mietmodelle reduzieren langfristig den Energiebedarf.

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Unser Weg nach vorn: Von Dekarbonisierung zu Klimaresilienz

2026 führt Körber eine konzernweite Klimaresilienzanalyse durch – als Grundlage, um physische und transitorische Risiken zu adressieren und den Übergangsplan gezielt weiterzuentwickeln.

Der Weg bleibt derselbe: Emissionen drastisch senken, Ressourcen im Kreis führen, Transparenz erhöhen – und die Wirkung messbar machen.