Wie KI Logistikprozesse verändert

ArtikelSupply Chain Insights

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KI scheint überall zu sein. Doch um aus der Nutzung von KI wirklich Mehrwert zu schaffen, ist es entscheidend, die unterschiedlichen Umgebungen zu analysieren. Besonders in Lagern gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Datenquellen. Daher ist es wichtig zu fragen: Wann und wo führt der Einsatz KI-gestützter Anwendungen zu einem Mehrwert?

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Ein Körber-Mitarbeiter bedient einen Gabelstapler in einer Lagerhalle.

Künstliche Intelligenz (KI) ist längst auch in der Logistik angekommen. Kürzlich hatte ich das Vergnügen, eine spannende Diskussion zum Thema "Quo Vadis, KI? Vision versus Realität - ein Realitätscheck". Die Frage lautete: Wo stehen wir heute in der Logistikbranche? Konkrete Anwendungsfälle, die vorgestellt wurden, drehten sich vor allem um Optimierung und Prognose, sei es im Warenfluss (KI als Disponent"), sei es bei der Ankunftsprognose (im Schienengüterverkehr) oder bei der Nachfrageprognose, um insbesondere bei volatilem Nachfrageverhalten zuverlässigere Vorhersagen treffen zu können.

KI-basierte Anwendungen gibt es auch in vielen anderen Prozessen, etwa bei der Optimierung von Maschinen und Anlagen, zum Beispiel im Dienstleistungssektor durch vorausschauende Wartung. Was wir nicht vergessen dürfen:

KI hält auch Einzug in unsere alltägliche Arbeit, sei es als Unterstützung beim Schreiben von E-Mails oder Texten, bei Übersetzungen, bei Designvorschlägen für Präsentationen oder auch bei speziellen Anwendungen in der Technik oder Entwicklung.

"Wir sollten uns fragen: Ganz ehrlich, wo macht KI wirklich Sinn und ist es auch wirtschaftlich, Logistikprozesse auf diese Weise zu optimieren?"

Beeinflussung der gesamten Wertschöpfungskette

KI wird in Zukunft alle Prozesse entlang der Wertschöpfungskette beeinflussen können, davon bin ich fest überzeugt. Daten werden heute fast überall erzeugt und sammeln sich an, und fehlende Datenpunkte können mit entsprechenden Sensoren gesammelt werden. Aber wo soll man anfangen? Meiner Meinung nach sollten wir uns die Frage stellen: Ganz ehrlich, wo macht KI wirklich Sinn und ist es auch wirtschaftlich, Logistikprozesse auf diese Weise zu optimieren? Die Datenverarbeitung kostet Speicher- und Serverkapazitäten, und die Entwicklung entsprechender Anwendungen kann erhebliche Investitionen erfordern.

Auch die automatisierte Lagerverwaltung, das Herzstück des Körber-Geschäftsfelds Supply Chain, wird von KI profitieren, sei es durch die Optimierung einzelner Maschinen, ganzer Lagerverwaltungssysteme oder die Steuerung interner Materialflüsse. Gerade in automatisierten Lagern gibt es viele unterschiedliche Datenquellen - die Fragen sind: Wo genau fangen wir an? Wann und wo führt der Einsatz von KI-gestützten Anwendungen zu einem Mehrwert?
Entscheidend ist es, entsprechendes Know-how im Unternehmen aufzubauen, um genau die Prozesse zu identifizieren, die durch KI optimiert werden können und einen echten Mehrwert bieten.

Eine solche Anwendung aus dem digitalen Portfolio von Körber ist "Operator Eye" - diese Anwendung unterstützt den Maschinenführer unseres LayerPickers, einer Palettierlösung. Kamerasysteme nehmen Fotos und Videos des automatisierten Depalettierprozesses auf, die visuellen Informationen werden von einer KI ausgewertet.
Die Situation: Verlegte Kunststofffolien lösten oft Sensoren aus, die dann die Maschine stoppten. In der Vergangenheit mussten die Maschinenbediener physisch in die Linie eindringen und untersuchen, was genau den Stopp ausgelöst hatte. Nachdem die Folie identifiziert worden war, mussten die Bediener die Anlage manuell wieder in Gang setzen.

Die Lösung: Eine künstliche Intelligenz (Operator Eye) führt die drei Schritte automatisch aus, wodurch die Zeit für den Neustart der Maschine auf drei Sekunden pro Vorgang reduziert wird, wohingegen die manuelle Arbeit mindestens zwei Minuten in Anspruch nahm. Die kamerabasierte Datenerfassung wird es uns ermöglichen, weitere Prozessschritte zu optimieren und einen zusätzlichen Mehrwert zu schaffen. Wir arbeiten auch daran, die Technologie auf andere Maschinen aus unserem Supply-Chain-Portfolio zu übertragen.

"Eine angemessene Bildung und Ausbildung ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für künftige Generationen."

KI wird viele Berufsbilder verändern

Durch den Einsatz von KI im Lager wird der Mensch als Spezialist in Zukunft unverzichtbar sein, aber das Handwerkszeug wird sich für viele Berufsbilder ändern. KI-gestützte Analysen müssen auch validiert werden, und die Systeme müssen eingerichtet und gewartet werden. Deshalb wird eine angemessene Aus- und Weiterbildung ein entscheidender Erfolgsfaktor für die künftigen Generationen sein. Ebenso wichtig ist eine gezielte Information, um bestehenden Ängsten und Bedenken, die bei der Einführung oder Weiterentwicklung aller neuen Technologien bestehen, angemessen zu begegnen. Dazu gehört zum Beispiel, die Menschen zu befähigen, KI und die zahlreichen Werkzeuge und Anwendungen richtig und verantwortungsvoll zu nutzen.

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