Wir

Von Menschen und Maschinen: Die Körber-Historie

Der begeisterte Tüftler Kurt A. Körber legte den Grundstein für ein internationales Technologie-Unternehmen.

Rund um den Globus entwickeln die Unternehmen der Geschäftsfelder des Körber-Konzerns heute innovative Spitzentechnologien. Wir gestalten die Zukunft für und mit unseren Kunden und in unseren Märkten - und schauen dabei täglich mit frischem Blick nach vorne. Doch weil wir das Morgen erfolgreich gestalten wollen, ist es uns wichtig, auch unsere Wurzeln gut zu kennen. Steigen Sie mit ein in unsere kleine Zeitreise…

Jede erfolgreiche Geschichte beginnt mit einer Idee. Den Grundstein unseres Konzerns legt Kurt A. Körber im Jahr 1946. Im Hamburger Stadtteil Bergedorf gründet er die Hauni Maschinenfabrik, um Zigarettenmaschinen zu reparieren. Körber hat eine innovative Idee: die Filterzigarette. Obwohl die Zigarettenindustrie sehr skeptisch ist, beginnt Hauni mit der Entwicklung einer Filteransetzmaschine. 1950 wird es die Geburtsstunde der MAX – sie macht den weltweiten Erfolg der Filterzigarette möglich. Rund zehn Jahre später produziert Körber mit einer eigenen Mitarbeitermannschaft Filteransetzmaschinen und wird zum Top-Zulieferer für die Tabakindustrie. Mit der MAX gelang Hauni der internationale Durchbruch, die Skalierung nahm Fahrt auf. Kurt A. Körber gründet in den USA 1956 das Unternehmen Hauni Richmond.

1970 erwirbt Hauni das Unternehmen E.C.H. Will in Hamburg, einen angesehenen Hersteller von Papierverarbeitungsmaschinen: Der Grundstein für die Diversifikation in den Bereichen Papier und Tissue sind gelegt. Acht Jahre später übernimmt das Unternehmen einen Schleifmaschinenhersteller und eröffnet sich in den folgenden Jahrzehnten zunehmend weitere Geschäftsfelder wie Pharma- und Logistik-Systeme. Unter dem Dach der Körber AG werden die Unternehmen zusammengefasst.

Die Strategie, den Konzern mit der Maschinenbau-Expertise als Fundament breiter aufzustellen, erwies sich als wegweisend. Heute stehen wir mit mehr als 140 Produktions-, Service- und Vertriebsgesellschaften für technologische Innovation und Marktführerschaft in vielen Industrie-Bereichen. Mit dem zuletzt in 2017 gegründeten Geschäftsfeld Körber Digital wollen wir die enormen Chancen des digitalen Wandels für die Hochleistungstechnologie umsetzen. Die Körber-Geschichte geht weiter.

Chronologie: Ausgewählte Meilensteine im Schnelldurchlauf

Tüftlerdiskussion: Kurt A. Körber (rechts) im Gespräch mit Mitarbeitern, um 1970.
Erweiterte Realität: Mit dem Wearable-Helm von Fabio Perini (vorgestellt 2017) können Service-Techniker aus der Entfernung Probleme bei Kunden lösen - mittels Augmented Reality.
Smarter produzieren: 2018 erwirbt Körber den IIoT-Spezialisten connyun. Seine Lösungen und Services steigern die Effizienz von Maschinen und Anlagen.

2018

Der Körber-Konzern erwirbt das Karlsruher Start-up connyun. connyun liefert zukunftssichere Anwendungen, Plattformkomponenten und Services für das Industrial Internet of Things (IIoT).

Körber kauft Centriq, einen führenden Anbieter sprachgesteuerter Lager- und Modellierungslösungen, und beteiligt sich am Münchner Robotik-Start-up Magazino. Magazino entwickelt und produziert wahrnehmungsgesteuerte, mobile Roboter, die das Bewegen von Stückgütern in der Intralogistik vollständig automatisieren. Der Konzern ist zudem am Hamburger Next Logistics Accelerator (NLA) beteiligt. Der NLA unterstützt ausgewählte Start-ups mit disruptiven Geschäftsmodellen aus ganz Europa mit einem Beteiligungskapital.

Der Körber-Konzern veräußert das Geschäftsfeld Werkzeugmaschinen.

Druck mit höchster Präzision: 2017 beteiligt sich Körber an „BigRep“. Das Berliner Tech-Startup produziert großformatige 3-D-Drucker für die additive Fertigung.

2017

Gründung von Körber Digital in Berlin. Körber Digital gestaltet und forciert die digitale Weiterentwicklung des Konzerns.

Körber erwirbt die Systec & Services GmbH mit Hauptsitz in Karlsruhe. Als Systempartner ist die Systec & Services GmbH darauf spezialisiert, Unternehmen bei Produktionsleitsystemen und Track & Trace-Lösungen zu beraten und diese zu implementieren.

Mit dem Erwerb des US-amerikanischen Supply-Chain-Spezialisten HighJump stärkt Körber das Geschäftsfeld Logistik-Systeme. Seinen Hauptsitz hat HighJump in Minneapolis, USA.

Außerdem beteiligt der Konzern sich am Berliner Technologie-Start-up BigRep, das großformatige 3-D-Drucker für die additive Fertigung produziert.

Körber übernimmt die Mehrheit von DMLogic LLC mit Hauptsitz in Pittsburgh, USA. DMLogic ist ein spezialisierter Anbieter von Logistik-Softwareprodukten.

Ebenso übernimmt der Konzern MTC S.R.L. mit Sitz in Lucca, Italien. MTC entwickelt, produziert und vertreibt Tissueverarbeitungsmaschinen für Hygienepapier und Serviettenverarbeitungsmaschinen.

Im selben Jahr erwirbt der Konzern Fargo Automation, Inc. mit Sitz in Fargo, North Dakota, USA. Fargo Automation entwickelt und fertigt automatisierte Verpackungsanlagen für die Pharma- und Medizinbranche. 

Gebündelte IT-Kompetenz: 2016 wird die Körber IT Solutions GmbH (KITS) gegründet.

2016

Gründung der Körber IT Solutions GmbH (KITS). Sie ist weltweit verantwortlich für IT-Infrastruktur, IT-Lösungen und IT-Dienstleistungen im Konzern.

Körber übernimmt das Intralogistik-Unternehmen Qubiqa Logistics, einen führenden Anbieter von Depalletierlösungen mit Sitz in Arden, Dänemark. Das Unternehmen stellt Produkte, Systeme und Services für vollautomatische Materialfluss- und Kommissionieranlagen her. Das Unternehmen firmiert seit 2017 unter dem Namen Riantics.

2015

Der Körber-Konzern veräußert die Winkler+Dünnebier GmbH einschließlich POEM GmbH (W+D) an den Barry-Wehmiller-Konzern.

Der Körber-Konzern erwirbt mit der Efacec Handling Solutions S.A. aus Porto (Portugal) einen Systemintegrator und einen der führenden Anbieter automatisierter Fördertechnik- und Lagersysteme. Seit 2017 firmiert das Unternehmen unter dem Namen Consoveyo.

Im Geschäftsfeld Werkzeugmaschinen gründet die United Grinding Group AG zusammen mit der inspire AG - einem Spin-Off der ETH Zürich – ein Joint Venture für additive Verfahren: die Irpd AG.

Digitales Knowhow für die Pharma-Industrie: 2014 erwirbt Körber die Werum IT Solutions GmbH. Das Lüneburger Unternehmen produziert Steuerungs- und Überwachungssoftware wie PAS-X für die Pharma- und Bio-Pharma-Industrie.

2014

Körber erwirbt die Werum IT Solutions GmbH mit Hauptsitz in Lüneburg. Werum ist der weltweit führende Anbieter von Steuerungs- und Überwachungs-Software für die Produktion in der Pharma- und Bio-Pharma-Industrie.

Zudem kauft Körber die Mehrheitsanteile an der Inconso AG mit Hauptsitz in Bad Nauheim. Inconso ist führender Consulting- und Software-Anbieter für Logistiklösungen.

Die Hauni Maschinenbau AG (Geschäftsfeld Tabak) erwirbt mit Garbuio Dickinson den italienischen Primary-Technik-Spezialisten und führenden Hersteller von Tabakverarbeitungstechnik.

Die bisherigen vier Sparten Körber Process Solutions, United Grinding, Medipak und Hauni werden zu sieben Geschäftsfeldern weiterentwickelt: Der Konzern bietet Kunden Lösungen, Produkte und Services in den Geschäftsfeldern Automation, Logistik-Systeme, Werkzeugmaschinen, Pharma-Systeme, Tissue, Tabak und Unternehmensbeteiligungen an.

2013

Mit der Akquisition der LTi-Gruppe kommt das Geschäftsfeld Automation hinzu.

Mit der Übernahme der Borgwaldt-Gruppe erweitert Hauni (Tabak) seine Kompetenzen bei Mess- und Analysegeräten sowie im Bereich Flavor.

2012

Der Körber-Konzern übernimmt die Aberle Automation GmbH & Co. KG aus Leingarten bei Heilbronn und verstärkt damit seine Kompetenzen in der Intralogistik.

Veräußerung von E.C.H. Will, Kugler-Womako und Pemco sowie Umbenennung der Sparte Körber PaperLink in Körber Process Solutions.

Prüfkompetenz: 2011 erwirbt Körber die Seidenader Maschinenbau GmbH. Das Unternehmen aus Markt Schwaben stellt unter anderem Inspektionsmaschinen für die Pharmaproduktion her.

2011

Erwerb der Seidenader Maschinenbau GmbH in Markt Schwaben bei München, einem Hersteller von Inspektionsmaschinen, Software und Vision-Applikationen für die Pharmaproduktion.

2010

Hauni (Tabak) erwirbt SODIM SAS, Orléans (Frankreich), einen Spezialanbieter für Messtechnik.

2009

Der Geschäftsbereich Pharma-Verpackungssysteme wird zu einer eigenständigen Sparte im Körber-Konzern.

2005

Die Körber AG konzentriert die Konzernführung und zieht mit den Spartenholdings Körber PaperLink und Körber Schleifring sowie der konzerneigenen Versicherungsvermittlung BVG an einen gemeinsamen Standort in die Hamburger City.

Von der Rolle zur Schachtel: 2014 kauft Körber Klöckner Medipak. Das Unternehmen stellt Verpackungsmaschinen für die Pharma-Industrie her.

2004

Die Unternehmen des Geschäftsbereichs Pharma-Verpackungssysteme, Rondo, Dividella und MediSeal, werden unter einer gemeinsamen Dachmarke vereint: Körber Medipak-Systems.

2003

Körber erwirbt Klöckner Medipak (2004 in MediSeal umbenannt), einen weiteren Hersteller von Verpackungsmaschinen für die pharmazeutische Industrie.

2002

Die Körber AG erwirbt die Schweizer Firmen Rondo AG und Dividella AG. Damit stellt sie sich im Bereich Verpackungssysteme für die Pharmaindustrie breiter auf.

1995

Die Körber-Gruppe strukturiert sich neu in der Holding Körber AG, die drei Sparten führt:

  • Hauni Maschinenbau AG (Tabak)
  • Körber PaperLink GmbH (Papier)
  • Körber Schleifring GmbH (Werkzeugmaschinen)
Papier und Hightech: Körber erwirbt 1994 die Mehrheit an der Perini- Gruppe und steigt damit in die Tissueverarbeitung ein.

1994

Der Körber-Konzern steigt in die Tissueverarbeitung ein. Er erwirbt die Mehrheitsbeteiligung an der Perini-Gruppe mit Standorten in Italien und Brasilien.

1993/1994

Erwerb der ungarischen Sopianae Maschinenfabrik, die später in Hauni Hungaria umbenannt wird.

Mit der Übernahme der drei deutschen Unternehmen BWF, MIKROSA und der Schleifmaschinenwerkstatt Chemnitz baut die Körber AG den Geschäftsbereich Werkzeugmaschinen aus. Wenig später erwirbt die Körber AG die Schweizer Unternehmen Mägerle und Studer.

1993

Gründung der Schleifring-Gruppe

Feierlicher Anlass: Kurt A. Körber (rechts) und der ehemalige Bundeskanzler Helmut Schmidt anlässlich der Umwandlung der Hauni-Werke in die Körber AG 1987.

1987

Die Hauni-Werke werden in die Körber AG umgewandelt und alle Unternehmen unter diesem Dach zusammengefasst.

1978

Mit der Übernahme des Schleifmaschinenherstellers Blohm in Hamburg beginnt der Einstieg in den Werkzeugmaschinen-Bereich.

1970

Hauni stellt sich breiter auf und übernimmt E.H.C. Will aus Hamburg, einen renommierten Hersteller von Papierverarbeitungsmaschinen.

1955

Die internationale Ausrichtung beginnt: Hauni Richmond im amerikanischen Richmond (Virginia) wird gegründet.

1954/1955

Die Produktion für die Filteransetzmaschine MAX läuft an. Mit diesem Produkt schafft Hauni den Durchbruch als Zulieferer für die Tabakindustrie.

1946

Kurt A. Körber gründet in Hamburg-Bergedorf die Hauni Maschinenfabrik zur Reparatur von Zigarettenmaschinen.

Unternehmerpersönlichkeit: Kurt A. Körber im Juli 1946.
Kellerraum als Keimzelle: Die Aufnahme vom 15. Juli 1946 zeigt das erste Büro des Körber-Gründers.

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