Tissue

Nachhaltig aus Überzeugung

Leimfrei, kein Plastik und niedriger Energieverbrauch: Die Maschinen des Körber-Geschäftsfelds Tissue ermöglichen eine umweltschonende und nachhaltige Tissue-Produktion.

Der Weg zur Zentrale des Körber-Geschäftsfelds Tissue im toskanischen Lucca ist eine Reise durch eine traditionell starke Industrielandschaft. Und weiter durch ein Viertel vor den Toren der historischen Altstadt. Dort zeigt sich am Ende einer Straße eine andere, sehr moderne Welt: helle Hallen mit viel Natur dazwischen. Es wird schnell klar, dass das Körber-Geschäftsfeld Tissue, das hier Produktionslinien für Hygienepapier entwickelt und herstellt, auf Grün und Nachhaltigkeit setzt. Sichtbar ist dies auch im zentralen Verwaltungsgebäude: Im Innenhof steht ein Olivenbaum.

Der Fokus auf Nachhaltigkeit ist Programm. Und hat Tradition: „Schon seit Ende der 1980er-Jahre beschäftigen wir uns intensiv mit nachhaltiger Produktion. Das war lange bevor das Thema breit diskutiert wurde“, erzählt Enrico Zino, Head of Global Marketing, Körber-Geschäftsfeld Tissue. Diese langjährige Erfahrung spielt Körber heute in die Hände. Denn Verbraucher legen zunehmend Wert auf umweltfreundliche Produkte, gleichzeitig werden gesetzliche Auflagen für die Herstellung strenger. „Die Anforderungen unserer Kunden für nachhaltige Tissue-Produkte steigen. Und wir liefern genau die Maschinen, die diese Anforderungen erfüllen“, sagt Zino.

Nachhaltigkeit ist für Körber nichts Neues, weiß Enrico Zino, Head of Global Marketing, Körber-Geschäftsfeld Tissue. Schon seit den 1980er-Jahren beschäftigt sich das Geschäftsfeld mit dem Thema.

lDie Natur ist eine perfekte Technologie, und unsere Technologie muss perfekt für die Natur sein.r

Enrico Zino, Head of Global Marketing, Körber-Geschäftsfeld Tissue

Vorreiter bei umweltverträglicher Produktion

Schon 2010 bot Körber als erstes Unternehmen seiner Branche leimfreie Lösungen für Toilettenpapier an. Die Technologie machte es möglich, dass bei der Tissue-Herstellung immer weniger von dem schwer abbaubaren Klebstoff zum Einsatz kam. Bei der Laminierung der einzelnen Papierschichten wird stattdessen Wasser verwendet. Aquabond heißt diese Technologie, die für Hersteller einen zusätzlichen Vorteil bietet: Sie verringert den Reinigungsaufwand an den Anlagen erheblich, da in den Maschinen keine Kleberablagerungen entfernt werden müssen. Kürzlich hat Körber als erstes Unternehmen weltweit eine neue Lösung entwickelt, um mit Wasser auch Küchentücher zu laminieren.

Auf eine weitere umweltfreundliche Innovation ist der Marketingleiter Zino besonders stolz. Er zieht den Kern aus der Mitte einer Toilettenpapierrolle. Früher fanden sich hier nur eine verleimte Papprolle und viel Luft, heute steckt an dieser Stelle eine weitere kleine Tissue-Rolle. „Die können die Verbraucher für unterwegs mitnehmen oder zu Hause als Reserve zur Seite legen“, erklärt Zino. Das von Körber entwickelte und patentierte System nennt sich Solid plus. Neben dem zusätzlichen Nutzen für Kunden verbessert es zudem die CO2-Bilanz beim Transport: Die Menge des Tissues pro Rolle bei gleichem Durchmesser erhöht sich um 16 Prozent.

mehr Papier

passt auf Toilettenpapierrollen aus Produktionsmaschinen von Körber, seit die verleimte Papprolle, die sich in deren Kern befand, durch eine zusätzliche Papierrolle ersetzt wurde.

Alternative zur Plastikverpackung

Umweltfreundlicher werden auch die Verpackungen der Tissue-Produkte. Bis vor kurzem bestanden sie noch überwiegend aus Plastik. „Hier haben wir in den vergangenen Jahren intensiv geforscht und nach Alternativen gesucht“, sagt Zino. Das Ergebnis: ein Papier, das mit ökologischen Biokunststoffen verbunden ist, die aus pflanzlicher Stärke und Abfällen gewonnen werden. „Das Material ist ähnlich feuchtigkeitsabweisend wie Plastik und zu 100 Prozent kompostierbar“, erklärt der Marketingleiter. Die Verpackungsmaschinen verarbeiten es dabei genauso schnell wie Plastik.

Wenn sie neue Maschinen entwickeln, legen die Ingenieure von Körber großen Wert auf Energieeffizienz. Modernste Motoren und Wechselrichter senken den Stromverbrauch. Und für gute Sicht im Inneren der Maschinen sorgen energiesparende LED-Leuchten.

Verantwortung, die tief verankert ist

Weniger Leim, kein Plastik und geringerer Energieverbrauch – die Maschinen von Körber ermöglichen eine umweltschonende und nachhaltige Tissue-Produktion. „Angesichts der Entwicklung auf unserem Planeten ist dies unsere Verantwortung als Unternehmen“, sagt Zino. Er bringt es auf folgenden Nenner: „Die Natur ist eine perfekte Technologie, und unsere Technologie muss perfekt für die Natur sein.“

Diese Haltung ist tief verankert in der gesamten Belegschaft und zeigt sich auch jenseits der Arbeit. So packte eine ganze Reihe von Mitarbeitern freiwillig mit an, als es darum ging, die Ufer des Flusses Serchio in der Nähe des Produktionsstandorts zu säubern. „Es war unvorstellbar“, erinnert sich Zino, „wie viel Müll den Fluss säumte, der durch unsere Stadt fließt. Die Aktion war ein großer Erfolg, und wir hoffen, sie im Sommer wiederholen zu können.“ Auch hier zeigt sich: Grün ist Programm.

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