Tissue

Gemeinsam erfolgreich

Körber in Brasilien glänzt mit ausgezeichneter Arbeitskultur. Schließlich sind es engagierte Mitarbeiter, die Innovation für Kunden und Märkte mit Leidenschaft vorantreiben. 

Das Körber-Geschäftsfeld Tissue in Brasilien wächst: 2.800 Quadratmeter misst die neue Produktionshalle. „Wir haben jetzt Platz für zwei zusätzliche Produktionslinien“, sagt Dineo Silverio und lässt den Blick zufrieden über Maschinenkomponenten schweifen, die sauber angeordnet und bereit für die Montage liegen. Silverio ist Präsident von Körber Brasilien mit Sitz in der Stadt Joinville, rund 500 Kilometer südlich von São Paulo. In der Halle wird auch die neue Linie zur Herstellung gefalteter Papiertücher gebaut werden – die erste dieser Art in Südamerika.

Porträtfoto von Dineo Silverio, Präsident Fabio Perini Brasilien
Dineo Silverio, Präsident von Körber Brasilien.

Das Körber-Geschäftsfeld Tissue, das seinen Hauptsitz in Lucca in Italien hat, baut Maschinen und Anlagen zur Herstellung von Toilettenpapier und Küchenrollen. Von Joinville aus beliefert die brasilianische Niederlassung den gesamten südamerikanischen Kontinent. „Die Südamerikaner benutzen immer mehr Papierservietten“, berichtet Silverio. Mit der neuen Fertigungshalle, die die Produktionsfläche um mehr als ein Drittel vergrößert, ist Körber am Standort Brasilien optimal aufgestellt für diesen Trend: „Wir sind vorbereitet.“

lDie Südamerikaner benutzen immer mehr Papierservietten. Wir sind vorbereitet.r

Dineo Silverio, Präsident von Körber Brasilien

Es ist dieses Denken, durch das sich Körber auszeichnet: Entwicklungen vorhersehen und früh handeln, um Kunden den passenden Mehrwert zu liefern. Effizientere Wege in der Produktion gehen. Und vor allem: ein Umfeld schaffen, in dem Mitarbeiter Freude daran haben, ihre Kreativität und ihr Engagement zu entfalten und im Interesse der Kunden voll auszuschöpfen.

Fehler vermeiden, Kosten senken

In Joinville arbeiten rund 180 Mitarbeiter. Die Fabrikhallen sind hell und großzügig, durch die Deckenfenster strömt Tageslicht. Gilberto Arndt, Koordinator der Montage, deutet auf zwei Hydraulikzylinder, die zum Anheben der enormen Walzen am Papiereinzug dienen. „Die haben wir gemeinsam mit einem brasilianischen Zulieferer entwickelt.“ Rund 60 Prozent aller hier verbauten Teile stammen aus inländischer Produktion – die meisten von Herstellern rund um Joinville, dem viertgrößten Industriestandort Brasiliens. Das bringt Kosteneinsparungen von 25 bis 40 Prozent pro Teil und vermeidet Verzögerungen beim Zoll. „Wir sind immer auf der Suche nach Möglichkeiten, noch effizienter zu werden“, betont Arndt.

Digital Tissue ist Teil der digitalen Offensive von Körber. Der Weg führt in Richtung Smart Factory. In Joinville sind zig Digitalisierungsprojekte in Vorbereitung oder bereits angelaufen. Auch das „Material Tracking System“ und „Skynet“ zählen dazu. Damit soll bei der Montage zum einen sichergestellt werden, dass jedes Material an der richtigen Stelle liegt. Und zum anderen lässt sich so der Fertigungsstand jeder Maschine in Echtzeit online prüfen. Bei Bedarf können Anwender dann schnell weitere Bauteile bestellen. Die Monteure wiederum sehen über Tablets am Arbeitsplatz, welche Teile bereits geliefert wurden. Sie können die Montage dementsprechend planen. Früher verbrachten die Monteure 15 Prozent ihrer Arbeitszeit damit, nach Informationen zu suchen. Diese Zeit kommt nun der Produktion zugute.

Foto der Werkshalle von Fabio Perini in Joinville, Brasilien
Der Name ist Programm – durch die Fabrik in Joinville führt ein grün gestrichener Weg: die „Allee der ständigen Verbesserung“.
Foto eines Fabio-Perini-Mitarbeiters, der eine Rolle mit Zellstoff kontrolliert
0,7 Prozent beträgt die Personalfluktuation bei Körber in Brasilien. In vergleichbaren brasilianischen Unternehmen liegt sie bei drei Prozent.

Entscheidend für den Erfolg der digitalen Effizienzprojekte ist der Faktor Mensch. Alle Mitarbeiter laufen auf ihrem Weg durch die Fabrikhalle über einen grün gestrichenen Weg: die „Allee der ständigen Verbesserung“. Das Ziel, immer besser zu werden, treibt Mitarbeiter wie Arndt an. Ihre hohe Motivation, die immer wieder zu Ideen für Innovationen führt, hat einen Grund: Die Angestellten fühlen sich wohl hier, sie identifizieren sich mit dem Unternehmen. „Wir wachsen gemeinsam, wir sind ein starkes Team“, sagen sie. Anfang 2019 wurde Körber in Brasilien zum dritten Mal in Folge mit dem „Great Place to Work“-Preis des gleichnamigen Zertifizierers ausgezeichnet. Die Mitarbeiter gaben in einer Umfrage anonym Auskunft zu Aspekten wie Arbeitsklima oder Führungsstil. Dabei verliehen stolze 86 Prozent der Befragten dem Werk eine positive Bewertung. Diese Zufriedenheit drückt sich auch in der geringen Personalfluktuation aus: Bei vergleichbaren Firmen liegt sie bei drei Prozent, beim Körber in Brasilien beträgt sie nur 0,7 Prozent.

Porträtfoto von Silvana Dallacqua, Personalchefin Fabio Perini Brasilien
Silvana Dallacqua, Personalchefin, Körber Brasilien.

Jeder trägt Verantwortung

Die positive Arbeitsatmosphäre beruht auf vielen Faktoren. „Wir lassen uns von der aus Japan stammenden 5S-Philosophie leiten“, erklärt die Personalchefin Silvana Dallacqua. Dabei geht es um optimale Organisation, Ordnung, Vereinheitlichung, Selbstdisziplin und Sparsamkeit. Die Montagestationen in der Fabrik sind einheitlich organisiert. Sie sind hell, übersichtlich und sicher: Kein Werkzeug, kein Kabel liegen herum. Späne, die an einer Fräsbank herunterfallen, werden sofort aufgekehrt. „Jeder übernimmt Verantwortung für ein angenehmes Miteinander und einen produktiven Arbeitsalltag“, sagt Dallacqua.

lUnsere Angestellten spüren, dass sie wichtig sind. Das motiviert sie, immer besser zu werden.r

Silvana Dallacqua, Personalchefin, Körber Brasilien

Ebenso wichtig ist kontinuierliche Weiterqualifizierung. Jedes Jahr verbringen mehrere Angestellte aus Bereichen wie Montage, Projektierung, Verwaltung oder Verkauf bis zu vier Wochen am Stammsitz in Italien, um dort neue Techniken und Arbeitsweisen zu erlernen. Eine attraktive Reise für die Mitarbeiter – die gleichzeitig Körber dabei hilft, die Produktionsmethoden zu vereinheitlichen. „Für kontinuierliche Verbesserungen der Effizienz und für immer wieder neue Innovationen braucht es Menschen, die ebenso qualifiziert wie motiviert sind“, sagt Dallacqua. Aber auch Kleinigkeiten stärken die Verbundenheit mit dem Arbeitsplatz: täglich frisches Obst, wöchentliche Fitnessstunden, eine Laufgruppe, ein klimatisierter Pausenraum mit Billard-tischen, hochwertiges Essen in der Kantine. „Unsere Angestellten spüren, dass sie wichtig sind“, sagt Dallacqua, „das motiviert sie, immer besser zu werden.“ Davon profitieren Arbeitnehmer, Arbeitgeber und nicht zuletzt die Kunden. Eine Win-win-win-Situation.

www.koerber-tissue.com

nach oben
nach oben