Wesentlichkeitsanalyse

Klare Ziele: CO₂-Reduktion, fairer und attraktiver Arbeitgeber und verantwortungsvolle Lieferkette 

Jede und jeder von uns erkennt es im Alltag: Nachhaltigkeit ist keine einzelne Aktivität, sondern ein Handlungsprinzip, das zahlreiche Aspekte umfasst. Für Unternehmen kommt es deshalb darauf an, die richtigen Prioritäten zu setzen. Das heißt: Zunächst müssen die Themen definiert werden, welche für Stakeholder höchste Relevanz haben und bei denen das Unternehmen die größte Wirkung erzielen kann. 

Genau dies haben wir mit einer sogenannten „Wesentlichkeitsanalyse“ getan. Dabei sind wir Schritt für Schritt und pragmatisch vorgegangen. 

Am Anfang stand eine umfangreiche Literaturanalyse zu Nachhaltigkeitsthemen unserer Wettbewerber und zu industriellen Risiken. Zudem wurden die für uns in Sachen Nachhaltigkeit wichtigsten Stakeholdergruppen definiert: Kunden, Zulieferer und Dienstleister, Mitarbeiter, die Gesellschaft als Ganzes sowie Banken und Investoren. In qualitativen Interviews mit externen Nachhaltigkeitsexperten, dem Körber-Konzernvorstand sowie unseren Leitern der Group Functions haben wir anschließend weitere mögliche Themen gesammelt.

Die daraus entstandene umfangreiche Themenliste haben wir in der Wesentlichkeitsanalyse nach Prioritäten sortiert. Dabei beurteilten alle Körber-Geschäftsfelder die Themen entlang von zwei Kernfragen: Wie relevant ist das Thema für die Stakeholdergruppen? Und welchen Beitrag können wir als Körber zu diesem Thema leisten? Die Sichtweise unserer Stakeholder wurde durch Personen eingebracht, die in engem Austausch mit den jeweiligen Stakeholdergruppen stehen.

So entstand eine Wesentlichkeitsmatrix für jedes Geschäftsfeld. Die Ergebnisse jedes Geschäftsfelds wurden anschließend auf Basis der Mitarbeiteranzahl im Geschäftsfeld gewichtet und auf Konzernebene zusammengefasst. Die priorisierten Themen haben wir nochmals in einem geschäftsfeldübergreifenden Gremium diskutiert und verabschiedet. Das Ergebnis ist unser „Haus der Nachhaltigkeit“: Darin zeigen wir gemeinsame Schwerpunkte auf Konzernebene sowie individuelle Schwerpunkte für unsere Geschäftsfelder.

Die am höchsten priorisierten Themen auf Konzernebene sind:

  • Unternehmensethik
  • Verantwortungsvolles Informationsmanagement, mit den Schwerpunkten Datenschutz sowie insbesondere Cyber Security
  • Fairer und attraktiver Arbeitgeber 
  • Verantwortungsvolle Lieferketten
  • CO₂-Reduktion und Reduktion des Energieverbrauchs

Ein Themenfeld spielt dabei für uns als Unternehmen eine besondere Rolle, auch wenn es bislang in den GRI-Standards noch nicht auftaucht: Cyber-Security. Aus zahlreichen Gesprächen mit Stakeholdern und anderen Firmen sowie unseren Kunden wissen wir, dass die Sicherheit von Daten und Netzwerken immer stärker in den Fokus gerückt und für Unternehmen zentral geworden ist. Wenn Hacker in die IT einer Firma eindringen und beispielsweise Schadsoftware installieren, sind nicht nur vertrauliche Daten der Mitarbeiter gefährdet, sondern sehr schnell steht die Existenz eines Unternehmens selbst auf dem Spiel.

Als Technologieführer hat Körber die Relevanz des Themas früh erkannt und seine Sicherheitsstandards mit höchster Priorität ausgebaut. Wir widmen der Sicherheit unserer Informationsarchitektur größte Aufmerksamkeit und Sorgfalt. Für uns als Unternehmen ist Cyber Security ein strategisches Anliegen, das wesentlich zur Nachhaltigkeitsdimension „verantwortungsvolle Unternehmensführung“ beiträgt. 

In dieser Grafik finden Sie einen Überblick über unsere wichtigsten Nachhaltigkeitsschwerpunkte. Die zentralen Themen befinden sich im rechten oberen Quadranten.

Die Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse wurden in unserer geschäfsfeldübergreifenden Arbeitsgruppe für Nachhaltigkeit sowie im Nachhaltigkeits-Steering Committee reflektiert. 

Drei Hauptziele haben wir uns für den Konzern gesetzt: 

  • Wir reduzieren unsere CO₂-Emissionen und den Energieverbrauch
  • Wir sind ein fairer und attraktiver Arbeitsgeber
  • Wir haben verantwortungsvolle Lieferketten

Für jede Nachhaltigkeits-Dimension haben wir ein Hauptziel festgelegt. Für die Umweltdimension ist das beispielsweise „CO₂ Emissionen und Energieverbrauch“ – aufgrund der Tragweite für die gesamte Gesellschaft und der Tatsache, dass wir bei Körber hier einen großen Beitrag leisten können. Für die gesellschaftliche Dimension hat das Thema „fairer und attraktiver Arbeitgeber“ die höchste Priorität.

Höher priorisiert wurde in der Dimension Unternehmens­führung das Thema „Verantwortungsvolle Lieferkette“, da bis 2023 das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz erfüllt sein muss. Die in der Wesentlichkeitsanalyse am höchsten priorisierten Themen „Unternehmensethik“ und „Verantwortungsvolles Informationsmanagement“ werden bei Körber bereits seit Jahren erfolgreich umgesetzt. 

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